FC-Stimmen zum 1:1 gegen Leipzig Baumgart: „Ich habe zwei Spitzenmannschaften gesehen“

Anthony Modeste und Mark Uth jubeln über den 1:0-Führungstreffer gegen RB Leipzig.

Anthony Modeste und Mark Uth jubeln über den 1:0-Führungstreffer gegen RB Leipzig. Das Spiel am 18. September 2021 endete letztendlich 1:1-Unetschieden.

Der 1. FC Köln hat sich von Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig 1:1 getrennt. Es war ein großer Kampf, bei dem am Ende sogar noch mehr drin war.

Köln. Der 1. FC Köln war in der zweiten Halbzeit drauf und dran, gegen RB Leipzig den dritten Heimsieg der aktuellen Spielzeit einzufahren. Doch das Führungstor von Anthony Modeste (54.) glich Amadou Haidara in der 71. Spielminute aus. 

In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte Ondrej Duda noch die große Möglichkeit, den FC erneut in Front zu bringen, doch der Slowake war zu überrascht und scheiterte mit seinem Versuch auf das leere Tor.

EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt:

Anthony Modeste: „Bei einem solchen Spiel mit diesen Fans können wir immer etwas mitnehmen. Am Ende hätten wir sogar noch den Sieg mitnehmen können, aber wir haben gegen eine sehr geile Mannschaft mit sehr guten Spielern gespielt, von daher geht das Unentschieden in Ordnung. (...) Ich habe in den letzten Monaten sehr viel investiert und gearbeitet. Es ist schön, dass ich mich dafür momentan belohnen kann. (...) Das Tor war sehr emotional für mich, ich habe meinen Papa vor drei Jahren verloren und heute hat er Geburtstag. Ich habe nach meinem Treffer an ihn gedacht.“

Mark Uth: „Es hat Spaß gemacht, die Fans mitzureißen. Die 25.000 haben sich wieder wie 50.000 angefühlt. Es war ein sehr, sehr intensives Spiel und schön anzuschauen, so können wir weitermachen. Der Trainer gibt diese Marschrichtung vor und wir folgen ihm, weil wir daran glauben. Jeder, der reinkommt, brennt. Es ist Steffens Erfolgsrezept, die ganze Mannschaft mitzunehmen.“

Timo Horn: „Es war ein verdientes 1:1. Die Jungs haben gekämpft, alles reingeworfen – da muss ich ein riesiges Lob aussprechen. Es war Wahnsinn, wie wir uns gegenseitig unterstützt haben und trotzdem mutig weiter nach vorne gespielt haben. Das Tor in der letzten Sekunde wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen gewesen. Aber das wäre vielleicht auch ein bisschen unverdient gewesen. Bei der Chance von Ondrej Duda war ich hinten schon am jubeln, aber der Ball hatte so einen Drall, dass es gar nicht mal so leicht ist, den zu machen. Das weiß jeder, der mal Fußball gespielt hat. (...) Es ist schön, dass ich der Mannschaft mit meiner Leistung heute helfen konnte, viele solcher Spiele hat man nicht innerhalb einer Saison. Ein bisschen Glück braucht man immer, in der letzten Situation habe ich den Ball beispielsweise ins Gesicht bekommen. Aber ich bin froh, heute ein gutes Spiel abgeliefert zu haben, und freue mich über diesen Punkt.“

Steffen Baumgart: „Ich habe zwei absolute Spitzenmannschaften gesehen. Wir haben sehr, sehr gut gearbeitet, ich bin sehr zufrieden. Wenn wir die letzte Aktion nehmen, geht es anders aus, dann hätten wir uns natürlich gefreut, aber ich bin auch so glücklich. Timo hat uns ja auch wichtige Bälle gehalten. Jeder auf dem Feld hat eine geile Leistung gebracht. Wir waren mutig genug, haben immer nach vorne gespielt. Lieber auf 2:1 spielen, als 1:1 halten, das will ich sehen.“

Sky-Experte Lothar Matthäus: „Danke für den schönen Fußballabend. Auch dem Publikum für diese Atmosphäre. Das war 90 Minuten Power-Fußball und es hätte auch 5:5 ausgehen können. Da war alles dabei, was das Fußballherz sich wünschen kann. Dass die Kölner gegen einen Champions-League-Teilnehmer einen Punk holen, Hut ab, großartige Leistung. Die Kölner spielen attraktiv, nach vorne und mit Leidenschaft. Und Anthony Modeste schießt wieder seine Tore und begeistert die ganze Mannschaft.“

RB-Coach Jesse Marsch: „Wir müssen vorne konsequenter werden und die Tore machen. Wir haben meiner Meinung gut gespielt und gekämpft, aber das Selbstvertrauen fehlt. Es war aber ein positiver Abend für uns. Köln spielt eine sehr starke Saison, also war es alles andere als einfach. In den Abschlusssituationen fehlt momentan so ein bisschen die letzte Qualität, aber ich glaube an meine Mannschaft. (…) Vor dem Kölner Tor war es ein klares Foul, Uth trifft Simakan sichtbar am Knie. Diese Entscheidung ist für mich klar falsch.“

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