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Trauer beim 1. FC KölnMeisterspieler Karl-Heinz Ripkens (†88) ist tot

Karl-Heinz Ripkens im Trikot des 1. FC Köln.

Copyright: imago sportfotodienst

Karl-Heinz Ripkens spielte einst für den 1. FC Köln.

Aktualisiert:

Trauer beim 1. FC Köln: Der ehemalige Meisterspieler Karl-Heinz Ripkens ist im Alter von 88 Jahren verstorben.

Der 1. FC Köln trauert um Karl-Heinz Ripkens. Der ehemalige FC-Spieler starb am 8. Mai 2026 im Alter von 88 Jahren. Das gab der Klub am Dienstag (12. Mai) bekannt.

Ripkens wurde am 9. Dezember 1937 in Köln geboren, verbrachte seine Jugend in Vogelsang und lernte dort beim SSV Vogelsang auch das Fußballspielen. Von dort wechselte er 1958 schließlich zum 1. FC Köln.

Karl-Heinz Ripkens zweimal Meister mit dem 1. FC Köln

Zu seinem Wechsel vom Veedelsklub zum FC sagte er einst: „Ich war zufällig mit FC-Spieler Hennes Pfeiffer, meinem Teamkollegen in der Stadt- und Mittelrheinauswahl, zum Essen im Geißbockheim. Plötzlich kam Trainer Hennes Weisweiler rein und Pfeiffer sagte zu ihm, dass er mich doch mal testen solle. Und tatsächlich durfte ich ein paar Tage später zum Probetraining kommen. Es war unfassbar, mit Spielern wie Georg Stollenwerk, Hans Schäfer oder Jupp Röhrig, der immer mein Vorbild gewesen war, trainieren zu dürfen. Anschließend sagte Weisweiler nur ‚Du darfst wiederkommen‘. Damit ging ein Traum in Erfüllung, denn jeder junge Fußballer wollte damals beim FC spielen.“

Weisweiler gab Ripkens später den Spitznamen „de Gries“ (der Graue), obwohl der ehemalige Offensivspieler für seine hellblonde Haarpracht bekannt gewesen war.

Fünf Jahre spielte Ripkens mit dem FC-Wappen auf der Brust. 1962 gewann er mit dem FC die Deutsche Meisterschaft, 1964 holte er mit den Kölnern Premierentitel der damals neu gegründeten Bundesliga, absolvierte dort aber nur eine Partie. Von 1960 bis 1963 wurde er im FC-Trikot viermal hintereinander Westdeutscher Meister.

75 Pflichtspiele absolvierte er laut Vereinsangaben für den 1. FC Köln, erzielte dabei 14 Tore. Im Sommer 1964 wechselte er schließlich ins Ausland zu Standard Lüttich, nur ein Jahr später dann zu Bayer Leverkusen.

Auch wenn er dort nicht weit weg von zu Hause war, so zog es ihn 1967 doch wieder zurück in seine Heimatstadt. Bis 1969 spielte er noch bei Viktoria Köln, ehe er zum Ende seiner Karriere noch zwei Jahre bei Fortuna Köln kickte.

Nach seiner aktiven Karriere war Ripkens später nicht nur Mitbegründer der FC-Traditionsmannschaft, sondern besaß auch ein Transportunternehmen und bis 2009 eine Spezialfirma für Industrieanstriche.

Arbeiten auf dem Rasen am Geißbockheim.

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