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Alles noch viel schlimmer?Ex-FC-Boss warnt vor Horror-Szenario für Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf muss nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga schnell den Schalter umlegen. Auf Sport-Vorstand Sven Mislintat warten viel Arbeit und die Sorgen vor dem Horror-Szenario.

Der Abstieg in die 3. Liga ist für Fortuna Düsseldorf ein Absturz ins Bodenlose: Zwei Drittel der Mannschaft haben keinen Vertrag mehr, die Einnahmen brechen im Vergleich zur 2. Bundesliga dramatisch ein.

Sport-Vorstand Sven Mislintat (53) bekräftigte am Dienstag (19. Mai 2026), er befasse sich „rund um die Uhr“ mit der Planung für die kommende Spielzeit. Die Voraussetzungen dafür könnten allerdings nicht schlechter sein.

Fortuna Düsseldorf fängt praktisch von null an

Gewissheit gibt es aus Düsseldorfer Sicht aktuell nur in einem Punkt: Die Lage der Fortuna ist dramatisch! Obwohl der Klub einer der größten Namen im Starterfeld der kommenden Drittliga-Spielzeit ist, kann sich Mislintat nicht zu einer sofortigen Wiederaufstiegs-Ansage durchringen.

Christian Keller (49), bis vor einem Jahr Sport-Geschäftsführer beim Düsseldorfer Rheinland-Rivalen 1. FC Köln, hat am Montag mit Sorge auf die Lage beim früheren Bundesligisten geblickt. In der „At Broski“-Show von Streamer Simon Schildgen („Gamerbrother“) sprach er dabei eine ausdrückliche Empfehlung an die handelnden Personen aus.

„Damit du das Überleben des Klubs sicherst, musst du brutal schnell im Innenverhältnis den Schalter umlegen, ein ganz anderes Mindset haben und diese Trauer- und Totenstimmung ablegen“, erklärte Keller: „Sie müssen sagen: Wir treffen jetzt Entscheidungen – und zwar eine nach der anderen – und drehen es wieder ins Positive.“

Was Keller wichtig war: Um die gewaltige Zäsur zu bewältigen, sind schnelle und starke Impulse nach außen wichtig, mit denen sich womöglich sogar eine Art Aufbruchstimmung entfachen lässt.

In einem Fußball-Talk spricht Christian Keller.

Copyright: YouTube/At Broski - Die Sport Show

Christian Keller am 18. Mai 2026 in der „At Broski"-Show

Sollte die bleierne Schwere des Abstiegs zu lange auf dem Verein liegen, könnte der Absturz in die 3. Liga noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange bedeuten – und die Lage in Düsseldorf viel schlimmer werden.

„Wenn du diese Haltung jetzt nicht hast, dann wird die nächste Saison bitter. Und dann kann auch sowas passieren wie in Ulm“, warnte Keller vor dem Horror-Szenario, das mit dem SSV Ulm ein Vorjahres-Absteiger aus der 2. Liga erlebt hatte. Die Spatzen wurden direkt durchgereicht und spielen nach dem Abstieg aus der 3. Liga künftig nur noch viertklassig.

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