Der 1. FC Köln hat am Deadline Day den jungen Peruaner Felipe Chávez vom FC Bayern verpflichtet. EXPRESS.de hat Claudio Pizarro um eine Einschätzung zu seinem Landsmann gebeten.
Legende schwärmt von Chávez„Gerne hätte ich damals vor ihm im Sturm gespielt“

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Claudio Pizarro spielte einst für den FC, jetzt hat er eine klare Meinung zu Leihspieler Felipe Chávez.
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Nach Germán Leguía (1985) und Claudio Pizarro (2017) ist Felipe Chávez der dritte Peruaner im Trikot des 1. FC Köln. Der 18-Jährige wechselte erst am Deadline Day vom FC Bayern zu den Geißböcken.
Der FC leiht das Talent bis zum Saisonende aus, besitzt danach eine Kaufoption. Die Bayern wiederum haben ein Rückkaufrecht für das südamerikanische Talent, das auch schon einmal für Perus Nationalteam auflief.
„Er kann das fehlende Puzzleteil zwischen Defensive und Offensive beim FC werden“
Viele FC-Fans fragen sich: Wie gut ist Chávez? Und kann er dem FC sofort helfen? Die ersten Trainingseinheiten des einstigen Bayern-Talents in Köln verliefen durchaus verheißungsvoll.
Einer, der Chávez gut kennt, ist Bundesliga-Legende und Landsmann Claudio Pizarro (47). EXPRESS.de erreichte den einstigen Torjäger, der in Deutschlands höchster Spielklasse für Werder Bremen, den FC Bayern München und den 1. FC Köln in 490 Einsätzen 197 Treffer erzielte und weitere 76 Tore vorbereitete, kurz nach der Verpflichtung des Talents.
Pizarro hält viel von dem jungen Mittelfeldspieler, das wird schnell klar: „Pippo ist trotz seines Alters bereits sehr spielintelligent und sorgt mit seinen Pässen im letzten Drittel regelmäßig für Torgefahr, was sich auch in seinen 50 Scorerpunkten am Bayern-Campus und seinem verdienten Schritt in die Profimannschaft zeigt.“

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Wie es sich für einen 18-Jährigen gehört, schleppt Felipe Chávez beim FC die Bälle.
Doch reichen diese Qualitäten, um dem FC auf Anhieb zu helfen? Pizarro glaubt das jedenfalls: „Mit seinen Stärken im Spielaufbau kann er das fehlende Puzzleteil zwischen Defensive und Offensive beim FC werden.“
Es folgt der sportliche Ritterschlag vom peruanischen Ex-Stürmer-Star, der hinter Robert Lewandowski der zweiterfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Historie ist: „Gerne hätte ich damals vor ihm im Sturm gespielt.“

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In Peru schaffte es Jung-Nationalspieler Felipe Chávez schon auf die Titelseiten.
Und was hat Pizarro noch zu seinem Nachfolger im FC-Trikot zu sagen? „Ich wünsche ihm in Köln alles Gute und hoffentlich die nötige Spielzeit. Die Verantwortlichen und Fans dürfen sich auf einen sehr guten Spieler freuen und Pippo sich auf eine tolle Stadt, super Fans und ein einzigartiges Stadion.“
Die Verantwortlichen um Trainer Lukas Kwasniok und Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler setzen große Hoffnungen in das Talent. Nun bleibt abzuwarten, ob Chávez bereits am Sonntag (15.30 Uhr im EXPRESS.de-Liveticker und auf DAZN) im Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig sein FC-Debüt feiert.


