Droht FC-Abstieg durch Saisonabbruch? Corona bereitet Köln-Boss Heldt Sorgen

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Sorge um die Bundesliga: Kölns Sportchef Horst Heldt nachdenklich am Rande des FC-Trainings am 13. April 2021

Köln – Mit großer Sorge blickt die Bundesliga derzeit nach Berlin. Der massive Corona-Ausbruch und die Quarantäne bei Hertha BSC wirbeln jetzt schon den Spielplan durcheinander. Die Zeit drängt. Für den 1. FC Köln könnte die Situation vor dem Spiel bei Bayer Leverkusen (Samstag, 17. April 2021, 18.30 Uhr) Fluch und Segen sein. Segen, weil ein Abstiegskonkurrent im Endspurt geschwächt wird. Fluch, weil man derzeit auf einem Abstiegsplatz steht – was im Fall eines Saisonabbruchs verhängnisvoll sein könnte!

  • Hertha BSC für 14 Tage in häuslicher Quarantäne
  • DFL sieht noch keine Gefahr eines Saisonabbruchs
  • Europameisterschaft lässt keinen Spielraum

DFL-Chef Christian Seifert will Meister am 22. Mai

Steigt der 1. FC Köln am Ende wegen Corona ab? Noch will man bei der DFL nichts von einem vorzeitigen Saison-Aus wissen. Boss Christian Seifert (51): „Es verbietet sich, zum jetzigen Zeitpunkt über einen Saisonabbruch nachzudenken. Das ist auch das Verständnis der 36 Vereine. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der deutsche Meister am 22. Mai feststehen kann.“

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Hofft auf einen Meister am 22. Mai 2021: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

Bereits jetzt herrscht in der 2. Bundesliga ein völliges Durcheinander. Es ist derzeit unklar, wie bis Saisonschluss alle Spiele absolviert sein sollen und zum Beispiel ein möglicher Relegationsgegner für den Erstliga-Sechzehnten feststehen soll. Für den FC wäre das Erreichen der Relegation Stand jetzt ja schon ein Erfolg.

Bundesliga doch mit Quarantäne-Camps?

Die zuletzt noch verworfenen Quarantäne-Camps könnten wieder auf den Tisch kommen. FC-Sportchef Horst Heldt (51): „Die Diskussion ist noch nicht beendet. Es gab die Option für die englische Woche. Das ist professionell abgearbeitet worden, man hat Argumente ausgetauscht und sich dagegen entschieden. Was das DFL-Präsidium entscheidet, werden wir annehmen.“

Und trotzdem schwebt die Gefahr eines Abbruchs wie ein Damokles-Schwert über dem 1. FC Köln und den übrigen Klubs. Wirtschaftlich wäre das ohnehin ein neuer Nackenschlag. Aber auch sportlich muss der FC alles daran setzen, sobald wie möglich von den Abstiegsplätzen zu verschwinden. Denn was im Falle eines Saison-Aus passiert, weiß derzeit niemand.

Heldt: „Wir hatten eine ähnliche Situation in der vergangenen Saison. Da gab es auch diese Gefahr. Es wurde auch darüber diskutiert, wie man damit umgeht. Zum Glück musste das nicht zu Ende diskutiert werden. Ich hoffe, dass das auch jetzt der Fall ist. Wir müssen uns konsequent so verhalten, dass wir nicht in Gefahr geraten. Aber noch mal: Keiner macht das mit Absicht. Wir müssen den Fokus darauf legen, dass wir die Saison zu Ende spielen. Dazu muss jeder seinen Teil beitragen. Über ein Worst-Case-Szenario sollte man erst nachdenken, wenn es sich abzeichnet. Derzeit zeichnet sich kein Abbruch ab.“

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Friedhelm unkel: Quarantäne nicht angenehm für Hertha BSC

Trainer Friedhelm Funkel (67) weiß, dass schon jetzt eine Wettbewerbsverzerrung unvermeidlich ist. Das erste Comeback-Spiel wäre für die Berliner ausgerechnet die Partie in Bielefeld am 7. Mai. Am 33. Spieltag (15. Mai) ist dann der 1. FC Köln im Olympiastadion zu Gast, womöglich am Ende einer englischen Woche mit einem Nachholspiel.

Funkel: „Das ist natürlich nicht angenehm für Hertha. Ob sich das auf die Leistungen auswirken wird, weiß ich nicht. Aber natürlich ist es nicht schön, jetzt 14 Tage nicht im Mannschaftstraining zu sein. Das ist mit Sicherheit kein Vorteil. Ich hoffe, dass keine weiteren Mannschaften in Quarantäne müssen.“

EM sorgt für Termin-Druck in der Bundesliga

Das große Problem ist allerdings: Anders als im vergangenen Jahr, als die Europameisterschaft frühzeitig abgesagt wurde, hält die UEFA bislang am Turnier fest. Es gibt also keinerlei Spielraum, die Saison zu verlängern.

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Heldt erklärt: „Der Rahmen lässt eigentlich keinen Spielplan hinten raus zu. Kurz nach der Saison ist die Relegation, dann beginnt schon die Abstellungsperiode für die EM. Da gibt es keine Luft. Wir müssen bis zum 22. Mai alle Spiele abarbeiten. Bis zum letzten Spieltag gibt es noch Puffer, auch wenn das anstrengend wird.“

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