Neue Regeln im Supermarkt Achtung: Ab 2022 verändert sich das Einkaufen schlagartig

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Ab 2022 müssen Kunden im Supermarkt für deutlich mehr Produkte Pfand bezahlen als bislang. Das Symbolfoto zeigt eine Frau im Januar 2021 beim Einkaufen in Bayern.

Köln – An den Pfand auf Flaschen und Getränkedosen haben wir uns alle längst gewöhnt. Doch ab 2022 kommt eine große Neuigkeit auf uns zu: Denn dann müssen wir bei Aldi, Rewe, Lidl und Co. auch Pfand für Produkte errichten, von denen wir es bislang gar nicht kannte. Grund dafür ist eine vom Bundestag neu-beschlossene Regelung.

  • Pfandpflicht wird auf neue Produkte erweitert
  • Bundestag beschloss im Mai neue Regelung
  • Verbraucher müssen bei diesen Getränken jetzt draufzahlen

Denn die sieht eine Erweiterung der Pfandpflicht auf alle Einwegplastikflaschen und Getränkedosen vor. Bislang gibt es noch immer Getränke – etwa Gemüsesäfte, Fruchtsäfte ohne Kohlensäure und alkoholische Mischgetränke –, auf deren Verpackung kein Pfand erhoben wird.

Neue Pfandpflicht: Viele Produkte werden für Kunden teurer

Derartige Ausnahmeregelungen fallen ab dem Jahr 2022 weg; nur bei Milch und Milcherzeugnissen gibt es eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2024. Darüber hinaus wird für die Herstellung von PET-Flaschen ein Mindestanteil an recyceltem Kunststoff eingeführt.

Durch diese Maßnahmen soll der Verpackungsmüll in Deutschland reduziert werden. „Mit mehr Mehrwegverpackungen werden wir die Verpackungsflut vor allem im To-Go-Bereich wirksam eindämmen“, sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Pfandpflicht: Umweltschützer fordern schärfere Regeln 

Umweltschützern gehen die Neuregelungen allerdings nicht weit genug. In der Kritik stehen vor allem die Ausnahmen von der Mehrwegpflicht. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband befürchtet dagegen eine finanzielle Mehrbelastung, der Handelsverband HDE fordert zumindest längere Übergangsfristen.

Aus Sicht der deutschen Stadtreiniger dagegen setzt das Gesetz wichtige Impulse für einen nachhaltigeren Umgang mit Verpackungsabfällen.

Gerade die kommunalen Stadtreinigungsbetriebe seien die Leidtragenden des To-Go-Booms, hieß es beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Die Entfernung der Abfälle aus dem öffentlichen Raum koste rund 700 Millionen Euro pro Jahr. (dpa/mei)

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