Rewe Preise steigen weiter – Chef enthüllt unfassbare Aufschläge: „Brutal“

Der Rewe-Chef sieht kein Ende der Preissteigerungen in Sicht. Unser Foto zeigt eine Rewe-Mitarbeiterin in einer Rewe-Filiale.

Der Rewe-Chef sieht kein Ende der Preissteigerungen in Sicht. Unser Foto zeigt eine Rewe-Mitarbeiterin in einer Rewe-Filiale.

Die Preise für Lebensmittel steigen immer weiter. Es ist eine Entwicklung, die selbst den Handelsriesen Rewe beinahe machtlos zurücklässt. Rewe-Chef warnt vor einer Zuspitzung der aktuellen Lage.

Die Preisentwicklung bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. bereitet vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern große Sorge. Lebensmittel werden immer teurer. Sogar die Preise für Grundnahrungsmittel sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen.

Eine Entwicklung, die auch den Supermärkten und Discountern drastisch zusetzt. Doch wird es noch schlimmer? Rewe-Chef Lionel Souque enthüllte jetzt bei einer Veranstaltung unfassbare Vorgänge hinter den Kulissen.

Rewe: Chef gibt Einblick: „Jede Woche neue Preiserhöhungen“

Hintergrund sind die stark gestiegenen Produktionskosten, die alle Hersteller spüren. Die Betriebe müssen für Personal, Energie, Verpackung, aber auch für Rohstoffe deutlich mehr bezahlen.

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Ein Ende der Preiserhöhungen im deutschen Lebensmittelhandel scheint nicht in Sicht. „Uns werden zurzeit von den Herstellern jede Woche neue Preiserhöhungen angekündigt“, berichtete Souque am Mittwochabend (31. August) bei der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf.

Doch manche Konzerne wollen die Situation offenbar für völlig überzogene und teils ungerechtfertigte Preissteigerungen ausnutzen, so der Vorwurf des Rewe-Chefs. Gerade unter den multinationalen Konsumgüterherstellern gebe es Trittbrettfahrer, die von der aktuellen Preiswelle profitieren wollten.

Rewe: Auch der Handelsriese spürt Verteuerung – krasse Folgen für Filialen

Die gute Nachricht für Kundinnen und Kunden von Rewe fügt Souque fast beiläufig bei: „Wir winken nicht jede Preiserhöhung durch, sondern prüfen, ob sie nachvollziehbar ist.“

Dabei spüre der Handelsriese Rewe die dramatische Verteuerung der Energiekosten am eigenen Leib. Für einen Supermarkt mit 1000 Quadratmetern handele es sich um eine Erhöhung von 80.000 Euro im Jahr auf rund 140.000 Euro.

Rewe: Konzern will Preissteigerungen nicht mitgehen – „brutal“

Rewe will Souque zufolge aber nicht alle Preissteigerungen an die Kunden weitergeben. Doch dass dieser Vorsatz nicht einfach einzuhalten ist, das stellte der Rewe-Chef unmissverständlich klar. Das Unternehmen werde in diesem Jahr auf einen Rohertrag im mittleren dreistelligen Millionenbereich verzichten, um die Preissteigerungen zumindest etwas einzuschränken. „Da kämpfen wir brutal dagegen“, sagte Souque.

Auch die großen Discounter-Marktführer wie Aldi und Lidl führen derzeit harte Gespräche mit Herstellern. Einzelne Produkte sind teilweise schon aus den Regalen geflogen, da es zu keiner Einigung gekommen war.

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