Gebrauchtwagenkauf: Darauf müssen Sie jetzt achten.
Privat oder KiesplatzGTÜ erklärt die Risiken und Vorteile beim Gebrauchtwagenkauf

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Große Autohäuser und Vertragshändler bieten tendenziell die verlässlicheren Fahrzeuge als Privatverkäufer.
Ein gebrauchtes Auto muss her, aber welches? Und was darf es kosten? Wer sich das fragt, sollte nicht nur auf den Preis am Schildchen gucken. Die Experten der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) warnen: Die wahren Kosten kommen erst später! Rechnet also unbedingt die laufenden Ausgaben für das spezielle Modell mit ein. Dazu zählen Sprit, Abgaben, Police und Werkstattbesuche. Ein finanzielles Polster für plötzliche Schäden ist ebenfalls Gold wert. Und klar: Wer online auf den bekannten Plattformen gründlich sucht, kann richtig Geld sparen.
Privat oder Händler? Jede Wahl hat ihren Preis
Wo du am Ende zuschlägst, ist aber auch eine Typfrage: Wie viel Risiko gehst du ein und wie gut kennst du dich aus? Die GTÜ stellt klar: Fahrzeuge von Privatleuten sind „in der Regel etwas günstiger“. Doch es gibt einen dicken Haken: Eine Gewährleistung kannst du dir bei einem privaten Deal meistens abschminken.
Hier ist natürlich derjenige im Vorteil, der Ahnung von der Materie hat oder den Wagen vor dem Kauf von einem Profi durchchecken lässt. Eine Probefahrt ist bei jedem Autokauf absolute Pflicht – das sollte man sich immer merken.
Private Anbieter müssen nur dann geradestehen, wenn sie dir absichtlich Defekte oder einen Crash verheimlichen. Das Gleiche gilt, wenn sie bewusst gelogen haben – zum Beispiel, falls am Kilometerstand gedreht wurde.
Kauf beim Händler: Mehr Sicherheit durch gesetzliche Pflicht
Ganz anders schaut es bei gewerblichen Verkäufern aus. Wenn sie an dich als Privatperson verkaufen, greift die gesetzliche Gewährleistung. Die GTÜ differenziert dabei zwischen drei Typen von Anbietern:
Große Autohäuser und Vertragshändler: Laut den Experten bieten sie meist die zuverlässigeren Autos an. Aber: Echte Schnäppchen sind dort „eher selten zu finden“. Der Grund: Sie meiden oft das Risiko, das alte Autos oder Wagen mit deutlichen Abnutzungsspuren mit sich bringen.
Freie Meisterbetriebe: Die GTÜ sieht sie als gute Alternative, besonders wenn sie auf eine Marke oder ein Modell spezialisiert sind. Kleine Macken werden oft schon vor dem Deal beseitigt und auch bei späteren „andere Auffälligkeiten“ reagieren sie meist fix.
Und dann wären da noch die sogenannten „Kiesplatz-“ oder „Fähnchenhändler“: Hier kauft man oft die Katze im Sack. Ihr Angebot ist eine Wundertüte, häufig mit vielen sehr billigen Fahrzeugen – und manchmal auch einem seltenen Modell. Hier ist besondere Vorsicht geboten! (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
