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Fahrrad-Klau eskaliertSchaden auf Rekordniveau – mit diesen Tipps schützen Sie Ihr Rad

Person schließt ein Fahrrad an einem Zaun an

Copyright: Robert Günther/dpa-tmn

Anschluss gesucht - und gefunden: Wer sein Fahrrad an festen Objekten anschließt, macht es Dieben deutlich schwerer.

Fahrrad-Klau: Weniger Diebstähle, aber Rekordschaden

Eine verrückte Situation, die Rad-Fans in Deutschland stutzig macht: Letztes Jahr wurden zwar weniger versicherte Bikes entwendet, doch der finanzielle Verlust erreicht ein Rekordhoch. Versicherungen mussten für circa 115.000 Diebstähle eine Gesamtsumme von 150 Millionen Euro aufbringen.

Der Grund für diese Explosion bei den Kosten: Kriminelle zielen zunehmend auf kostspielige E-Bikes und edle Sporträder. Pro Diebstahl zahlte eine Versicherung durchschnittlich 1.270 Euro – ein neuer Höchststand. Aber egal ob Luxus-Bike oder alter Drahtesel: Mit den passenden Kniffen sichert ihr euer Fahrrad wirksam ab. Der Auto Club Europa (ACE) erklärt, was wirklich zählt.

Doppelt hält besser: Zwei Schlösser müssen sein

Um Langfingern die Arbeit maximal zu erschweren, gilt eine goldene Regel: Verwendet stets zwei Schlösser von verschiedenen Bauarten. Zur Verfügung stehen Bügel-, Ketten- sowie Faltschlösser. Günstige Kabelschlösser sind laut ACE kaum eine Hürde und blitzschnell geknackt. Der Clou dabei ist: Zahlreiche Diebe haben sich auf einen Schlosstyp spezialisiert. Ein zweites, andersartiges Schloss verdoppelt ihren Aufwand und steigert die Gefahr, entdeckt zu werden. Als Hilfe bei der Entscheidung dienen Produkttests sowie die Sicherheitsstufen der Produzenten.

Richtig festmachen – aber wo und wie?

Das sicherste Schloss ist nutzlos, falls Kriminelle das Rad einfach davontragen. Parkt euren Drahtesel daher stets an belebten und hellen Plätzen und kettet ihn an einem unbeweglichen Objekt fest. Am besten eignen sich Fahrradständer, die fest im Boden montiert sind. Aber auch stabile Zäune, Straßenlaternen oder dicke Bäume sind eine gute Option, falls kein Verbotsschild dies untersagt. Absolut entscheidend: Das Schloss muss den Rahmen umschließen! Sowohl Vorder- als auch Hinterrad lassen sich meist einfach demontieren und sind alleine kein wirksamer Schutz.

Und wenn es doch passiert? Die richtige Vorsorge

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass das Rad verschwindet. Für so einen Fall ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Erstellt einen Fahrradpass mit allen relevanten Informationen: Marke, Modell und insbesondere die Rahmennummer. Bilder des Fahrrads, speziell von einzigartigen Kennzeichen, unterstützen die Polizei bei der späteren Identifikation. Einen Fahrradpass erhaltet ihr beim Fachhändler. Eine zusätzliche Option ist die Codierung, welche die Polizei häufig als kostenlosen Service durchführt. Dabei wird eine Kennung eingraviert oder ein besonderer Aufkleber befestigt und in einer Datenbank erfasst. Auch verborgene GPS-Sender können nützlich sein, um ein entwendetes Bike aufzuspüren.

Versicherungsschutz: Genau hinschauen lohnt sich

Überprüft auf jeden Fall, ob und in welchem Umfang euer Bike durch die Hausratversicherung abgedeckt ist. Das Studium der Vertragsklauseln ist hierbei essenziell: Einige Policen erstatten lediglich den Zeitwert, welcher bereits nach kurzer Dauer deutlich unter den Kosten für eine Neuanschaffung fallen kann.

Gerade bei hochpreisigen Fahrrädern kann eine gesonderte Fahrrad- oder Kaskoversicherung sinnvoll sein. Diese ist mit Kosten von oft über 100 Euro jährlich verbunden, deckt aber mitunter auch Serviceaufwendungen, Vandalismusschäden und bietet einen weitreichenderen Schutz. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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