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Gefahr aus der NadelBundesinstitut warnt vor riskanten Drip-Spa-Infusionen

Bundesinstitut warnt vor Drip-Spa-Infusionen

Copyright: Sebastian Gollnow/dpa

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt vor sogenannten Drip-Spa-Infusionen. Dabei werden dem Körper Vitamine und Mineralstoffe hoch konzentriert zugeführt. Der Nutzen ist aber nicht wissenschaftlich belegt. (Archivbild)

Vitamin-Infusionen: Statt Boost droht ein Kreislauf-Kollaps

Gesundheits-Trend mit fatalen Folgen? Behörde schlägt bei Vitamin-Infusionen Alarm

Ein neuer Trend aus der Wellness-Ecke verspricht den ultimativen Gesundheits-Boost: Vitamin-Cocktails direkt in die Blutbahn. Doch jetzt warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eindringlich vor diesen sogenannten Drip-Spa-Infusionen. Die Verkäufer locken mit Versprechen wie einem stärkeren Immunsystem und besserem Aussehen, obwohl die Produkte hierzulande keine Zulassung als Medikament haben.

Bonner Institut: Alles nur leere Versprechen?

Das Problem: Für die großspurigen Behauptungen gibt es laut dem Bonner Bundesinstitut keinerlei wissenschaftliche Grundlage. Diese Produkte, die auch unter dem Namen Longevity-Infusionen verkauft werden, haben genau aus diesem Grund hierzulande keine Genehmigung als Arznei. Echte Medikamente müssen ein knallhartes Prüfverfahren durchlaufen, bei dem Wirkung, Sicherheit und Qualität bewiesen werden. Der Name Drip-Spa, eine Mischung aus Tropf und Wellness, klingt zwar harmlos, täuscht aber über die fehlenden Belege hinweg.

Von Überdosis bis Kreislauf-Kollaps: Die Liste der Gefahren ist lang

Statt des erhofften Wohlfühl-Effekts drohen massive Gesundheitsprobleme. Die Behörde listet auf: Es besteht das Risiko einer Vitamin-Überdosis und Störungen des empfindlichen Körperhaushalts. Im schlimmsten Fall sind schwere allergische Reaktionen möglich, die sogar in einem lebensbedrohlichen Schock enden können. Dazu kommen die allgemeinen Risiken jeder Infusion: Gelangt die Flüssigkeit bei falscher Handhabung ins Gewebe oder kommt es zu Luftembolien, drohen Kreislaufprobleme. (dpa/red)

Das Bundesinstitut stellt unmissverständlich klar: «Während bei Arzneimitteln zur Infusion die Hersteller nachweisbare Qualitätsstandards erfüllen müssen, sind bei Infusionslösungen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind, die Qualität und Sicherheit der Produkte im Sinne des Arzneimittelgesetzes nicht belegt». (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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