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Priols geplatzter TraumKabarettist wollte eigentlich Fußball-Profi werden

Urban Priol

Copyright: Daniel Karmann/dpa

Eine große Party zum 65. plant Urban Priol derzeit nicht. (Archivbild)

Urban Priol träumte von einer Karriere als Fußballprofi.

Man kennt ihn mit wuscheligen Haaren und schrillen Hemden auf der Bühne. Doch das Leben von Urban Priol hätte eine völlig andere Wendung nehmen können. Der Satiriker hegte nämlich einen Traum, der ihn beinahe in die Stadien der Fußball-Bundesliga gebracht hätte.

Zu seinem 65. Geburtstag am 14. Mai offenbarte der Künstler diesen überraschenden Berufswunsch. Eine Laufbahn als Links-Verteidiger wäre für ihn denkbar gewesen. „Wollte ich immer, war immer mein Stammplatz in der Schülermannschaft. Aber ich habe es nie darüber hinaus geschafft“, gestand Priol gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Bühnenluft statt Lehrerpult

Der Weg führte ihn also nicht ins Stadion, sondern an die Universität. Nach seiner Schulzeit in Aschaffenburg immatrikulierte er sich für die Fächer Englisch, Geschichte und Russisch auf Lehramt. Parallel dazu entdeckte er aber seine Leidenschaft für das Kabarett und das Rampenlicht. Weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch ein knapp verpasster Studienabschluss konnten ihn aufhalten.

Um finanziell über Wasser zu bleiben, packte Priol kräftig mit an. Über diese fordernde Anfangsphase berichtet er: „Ich bin Taxi, sehr viel Taxi gefahren, ich habe gekellnert. Wenn Geld gefehlt hat, habe ich mir es irgendwo immer dazu verdient“.

Durststrecke mit Mini-Publikum

Schritt für Schritt eroberte er die Bühnen in Bayern, doch der große Durchbruch ließ auf sich warten. Die Zuschauerzahlen waren teils ernüchternd. An eine Vorstellung im oberbayerischen Tittmoning denkt der Vater einer Tochter zurück: „Das war, glaube ich, die schwächste besuchte Vorstellung. Da hatten wir zwei Zuschauer“. Er fügt hinzu: „So sind wir über die Dörfer, über die Städte getingelt, und irgendwann hat man sich die Räume erspielt.“

Seine Bekanntheit bei einem großen Publikum verdankt Priol vor allem der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“, welche er im Zeitraum von 2007 bis 2013 präsentierte. Auch aktuell ist er mit seinem Programm in der Bundesrepublik unterwegs und seziert die Politik in seinem Jahresrückblick „Tilt!“.

Priols Rezept gegen schlechte Laune

Doch was macht der Kabarett-Profi, wenn ihm die Flut an negativen Meldungen über den Kopf wächst? Sein Gegenmittel ist simpel, aber wirkungsvoll: „Ich gehe sofort in den Wald und laufe.“ Dabei geht es ihm nicht um sportliche Höchstleistungen: „Joggen nicht, um Gottes willen. Furchtbar. Nein, einfach nur laufen. Laufen wie Forrest Gump. Raus und laufen. Fünf Kilometer schaffe ich dann schon.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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