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„Die Höhle der Löwen“ Mutter-Tochter-Duo begeistert Löwin mit richtigem „Po-Gefühl“

„Die Höhle der Löwe“-Kandidatinnen Iris-Sabine (r.) und Carmen Langstädtler (l.) präsentieren ihr Produkt vor den potenziellen Investoren.

Die Kandidatinnen Iris-Sabine Langstädtler (r.) und ihre Tochter Carmen (l.) begeistern mit ihrem Produkt von „Freibeik“ bei „Die Höhle der Löwen“.

Die Kandidatinnen Iris-Sabine Langstädtler und ihre Tochter Carmen begeistern die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ mit einem kuriosen Produkt des Start-ups „Freibeik“. Das schmeichelt vor allem Judith Williams Hintern.

Es war ein Thema, eine echte Produktinnovation und Lebensverbesserung ganz nach dem Geschmack der Star-Investorin Judith Williams. Die bei allem Glamour bodenständig gebliebene Beauty-Unternehmerin und Startup-Mentorin aus München konnte sich in der mittlerweile fünften neuen Folge der aktuellen „Die Höhle der Löwen“-Folge nicht auf ihrem Sessel halten.

Sie musste sich unbedingt einbringen - bei einer ihrer bevorzugten Freizeit-Aktivitäten. „Ich liebe Fahrradfahren“, jauchzte Judith Williams und schwang sich - trotz ihrer dafür nicht ganz passenden High Heels - auf offener Bühne auf ein Fahrrad.

Aber eben nicht irgendein Rad, sondern auf ein sogenanntes „Freibeik“ aus einem Familienbetrieb in Bremen. Iris-Sabine Langstädtler und ihre Tochter Carmen haben die Technik für ihr „Freibeik“ gemeinsam entwickelt und dabei auf ihre große Leidenschaft zurückgegriffen: den Pferdesport. „Reiten hält mich gesund“, sagte Mutter Iris-Sabine, eine Einzelhandelskauffrau, die sich selbst auch als Erfinderin bezeichnet. Sie kräftigt so ihre Rückenmuskulatur.

„Die Höhle der Löwen“: Start-up „Freibeik“ will Radfahren revolutionieren

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Ihre Idee: Warum nicht auch beim Radfahren den Rücken stärken? „Eines der Hauptanliegen unserer Kunden sind Probleme mit dem Sattel. Sie kommen rein und klagen über Rückenschmerzen oder dass sie nicht bequem auf ihrem Fahrrad sitzen“, sagte Iris-Sabine, die mit ihrem Mann ein Fahrradgeschäft und eine Rad-Reparaturwerkstatt betreibt.

„Es gibt zwar viele Sattelvariationen auf dem Markt, aber egal wie günstig oder teuer sie sind, sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind fest auf dem Fahrrad montiert. Diese Starrheit lässt keine Bewegung des Rückens zu“, erörterte Iris-Sabine. Beim Reiten sei das ganz anders: „Wenn ich auf meinem Pferd sitze, sind die Bewegungen weich und bequem.“

Heraus kam ein neuartiges Bauteil - die Eigenentwicklung eines neuartigen Gelenks. „Der Sattel ist rundum beweglich“, schilderte Iris-Sabine das Konzept. „Das Gelenk ist auf jedem Fahrrad nachrüstbar und passt unter jeden Sattel“, sagte die Entwicklerin zu ihrem cleveren „Freibeik“-Teil. Dabei sorgt das Gelenk nicht nur für Rückentraining, sondern angeblich auch für mehr Sicherheit im Rad-Verkehr: „Kurven kann man viel leichter drehen und der Schulterblick fällt leichter, weil der Sattel in alle Richtungen leicht mitkommt“, betonte Iris-Sabine.

„Die Höhle der Löwen“: „Freibeik“-Unternehmerin Carmen kann ihr Glück kaum glauben

Neben ihr strahlte: ihre Tochter. Carmen, gekleidet in hautenge Trainingskleidung, konnte schon während der Präsentation ihre Aufregung kaum verbergen - und hüpfte freudig, sobald die ersten positiven Rückmeldungen kamen.

„Wunderbar“, freute sich Judith Williams, die sich die Wirkung zeigen ließ - auf einem aufgebockten „Freibeik“-Rad. „Mein Po-Gefühl ist top“, schwärmte sie. Auch Nils Glagau war angetan, er drehte sogar eine kleine Runde im Studio. „Ich spüre nicht, dass man sich wackelig da drauf fühlt.“ Auch er wurde zum Fan der ersten Stunde. Mehr noch: Die Mutter-Tochter-Gründerinnen kamen super an - wegen ihrer unbekümmerten Art und mit ihrer Begeisterung, die wirklich ansteckte. „Sie haben ja eine Mama, die ist eine Wucht“, beglückwünsche Judith Williams die Jung-Unternehmerin Carmen.

Etwas sachlicher, aber ebenso mitgerissen formulierte der oft so kühle Rechner Carsten Maschmeyer sein Lob. „Ich hätte große Lust, das zu machen“, sagte er und lobte die „authentische Gründerpersönlichkeit“ von Mutter Iris-Sabine. 190.000 Euro für 25,1 Prozent an „Freibeik“ wollten die charmanten Bremerinnen zunächst haben.

„Die Höhle der Löwen“: Ralf Dümmel schimpft über „Freibeik“-Firmenbewertung

Das klang nach einem einigermaßen fairen Deal, doch es gab einen enormen Haken. Bislang wurden die Gelenke in Heimarbeit erstellt. Der Herstellungsprozess: viel zu teuer. Unklar war auch, ob die Kunden - wie sich das die Langstädtlers vorstellen - wirklich bis zu 149 Euro für so ein Teil zahlen wollen. „Die Firmenbewertung ist eine Katastrophe“, schimpfte Ralf Dümmel. Die Gründerinnen fand er trotzdem toll.

Spontan schloss er sich zu einer Bietergemeinschaft mit Carsten Maschmeyer zusammen - allerdings zu veränderten Bedingungen. 40 Prozent an „Freibeik“ wollten Maschmeyer und Dümmel gemeinsam haben - jeweils einen 20-Prozent-Anteil pro Investor. Wieder begann die charmante Carmen, schon auf der Bühne vorfreudig auf der Stelle zu springen. Ihr Gesicht: ein einziges Strahlen. Mehr oder weniger pro forma zogen sich Mutter und Tochter allerdings doch kurz im Bühnenhintergrund zurück, um das Angebot zu besprechen. Kurzer Prozess! Dann war der Deal perfekt.

„Die Höhle der Löwen“: Carsten Maschmeyer über „Freibeik“: „Wir machen das riesengroß“

„Wir machen das nicht groß“, sagte Carsten Maschmeyer. „Wir machen das riesengroß.“ Völlig enthemmt feierten Mutter und Tochter tanzend und jubelnd den Vertragsabschluss. Es geht für sie um eine neue Zukunft - und um großes Gründerglück.

Weniger gut lief's in der aktuellen Sendung für René Sackel und das von ihm gegründete Duschtechnik-Produkt „shower +“, das dem Duschwasser Meersalz hinzufügen soll, um die menschliche Haut zu pflegen. Sackel selbst leidet schon lange an Hautreizungen durch schwere Neurodermitis, sein Dusch-Aufsatz hilft da gut. Und auch die Löwinnen und Löwen zeigten sich interessiert. Bei den Verhandlungen allerdings kam dann doch kein Handschlag zustande.

Carsten Maschmeyer übernimmt die Flirt-App-Verhandlungsführung bei „Höhle der Löwen“

Dass es bei den Deals diesmal besonders leidenschaftlich hin und her gehen konnte, war eine Besonderheit der Sendung. So erfolgte ein Abschluss mit den Gründern der sehr überzeugenden, visionären sowie nachhaltigen Nahrungsmittel-Firma „Happy Ocean Foods“ erst nach zähem Ringen und mehreren Gegenangeboten. Doch dann stiegen Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg endlich ein, um den Anbieter von Garnelen-Alternativen auf rein pflanzlicher Basis voranzubringen.

Bei der Dating-App „Chaanz“, die Unterwegs-Flirts anbahnen soll, musste Carsten Maschmeyer sogar selbst als eine Art Verhandlungsmoderator in die Deal-Anbahnung einsteigen. Er wollte investieren, musste dann aber in einem separaten internen Maschmeyer-Pitch erst noch Georg Kofler für einen Einstieg bei „Chaanz“ motivieren. Mit Erfolg immerhin.

Erfolgslos von dannen zogen dann leider die „Woollaa“-Erfinder aus Bremen. Ihre online-gesteuerte Strickmaschine für individualisierte Modestücke, kanzelten die Löwen letztlich doch nur als eine Art Spielerei ab. Kein Geschäft, kein Deal! (tsch)

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