„Ohne Geld nicht leben wie ein Fürst“ Mario Basler mit harschem Urteil über das gefallene Idol Boris Becker

Mario Basler beim Star-Talk im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg AEZ. Hamburg, 09.01.2022

Mario Basler beim Star-Talk am 9.01.2022. Am 1. Mai 2022 war er bei Stern TV zu Gast.

Boris Becker im Knast Wandsworth Prison. Hat er das verdient? Ex-Nationalspieler Mario Basler hat bei Stern TV kein Mitleid und bezieht deutlich Stellung.

Das Tennis-Idol einer ganzen Generation hinter Gittern: Das Schicksal von Boris Becker, der wegen Falschangaben bei seiner Insolvenz für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis muss, bewegt die Nation. Als jüngster Wimbledonsieger aller Zeiten hatte Becker einen wahren Tennisboom ausgelöst, Millionen verdient, doch nun sitzt er in Wandsworth Prison.

Mindestens die Hälfte seiner Haftstrafe muss er im Londoner Horror-Knast absitzen, erst dann wird der Rest zur Bewährung ausgesetzt. Ein Realitätsschock für einen, der in Saus und Braus leben konnte.

Mario Basler: „Boris Becker hat seine Chance nicht genutzt“

Viele Fans haben Mitleid, der frühere Bundesliga-Profi Mario Basler dagegen nicht. „Wenn ich kein Geld habe, dann kann ich nicht leben wie ein Fürst“, sagte der frühere Nationalspieler am Sonntagabend bei Stern TV. Der frühere Star des 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremens und Bayern Münchens ist bekannt dafür, dass er bei seinen Aussagen kein Blatt vor den Mund nimmt. „Er hatte die Chance, alles offenzulegen und hat das nicht genutzt.“

Alles zum Thema Boris Becker

Das findet auch Claudia Kohde-Kilsch, die nach ihrer Tennis-Karriere ebenfalls ihr Vermögen verlor und durch eine Insolvenz durchmusste. „Er hat Dinge getan, die man nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einfach nicht tun darf.“

Kohde-Kilsch über Boris Becker: „Falsche Beratung, Sturheit, Realitätsferne“

Wie das ganze so weit kommen konnte? Kohde-Kilsch, die Becker aus den langen Jahren im Tennis-Zirkus gut kennt, vermutet eine Mischung aus „falscher Beratung, Sturheit und Realitätsferne“ dahinter.

Während sein „Erzfeind“ Oliver Pocher laut eigener Aussage „keinerlei Genugtuung“ verspürt, hat sich Novak Djokovic klar als Freund Beckers bekannt. „Es hat mir das Herz gebrochen. Er ist ein langjähriger Freund, er war drei Jahre lang mein Trainer, er ist jemand, der mir nahe steht und der viel zu meinem Erfolg beigetragen hat“, sagte der Serbe in Madrid.

Auch die RTL-Zuschauerinnen und -Zuschauer bei Stern TV waren gespalten. Nur die Hälfte fanden das Londoner Urteil gegen Boris Becker gerecht.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.