2

Anne Will musste zu Beginn ihrer TV-Karriere Hochdeutsch lernen„Da hatte ich Sprecherziehung“

Anne Will hat im „Kölner Treff“ über ihre Liebe zu Köln gesprochen. (Bild: WDR/Melanie Grande)

Copyright: WDR/Melanie Grande

Anne Will hat im „Kölner Treff“ über ihre Liebe zu Köln gesprochen. (Bild: WDR/Melanie Grande)

Moderatorin und Podcasterin Anne Will lebt zwar in Berlin, stammt aber eigentlich aus Köln. Und wie viele Kölner hat sie eine große Liebe: den Karneval, wie sie am Freitagabend in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“ erzählt.

Moderatorin und Podcasterin Anne Will (60) hat eine besondere Leidenschaft: den Karneval. Kein Wunder, denn die langjährige ARD-Polittalkerin ist in Köln geboren und aufgewachsen. Als sie für ihre Ausbildung nach Berlin zieht, ist sie 24 Jahre alt.

Während ihres Volontariats in Berlin muss sie Hochdeutsch lernen, erzählt sie am Freitagabend in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“. „Da hatte ich Sprecherziehung. Sch und ch kriegte ich nicht richtig auseinander. Und es haut rein, dir das abzugewöhnen. Es gab Zeiten, wo ich während des Telefonierens jedes Wort vermieden habe, wo sch oder ch vorkam“, erzählt die Moderatorin.

Etwas Besonderes ist für Anne Will der Karneval. An ihren ersten Karnevalsumzug erinnert sie sich heute noch. „Ich werde vierzehn gewesen sein“, erzählt sie, „Und es war an Weiberfastnacht. Da ging der Zug durch Bernenrath, das war ein Stadtteil Hürths, einigermaßen weit entfernt von da, wo wir wohnten und wo auch unser Gymnasium war.“ Ganz viel hat Anne Will von dem Zug nicht mitbekommen, denn: „Wir hatten uns eine Flasche Apfelschnaps mitgenommen, und ich weiß gar nicht, wie weit wir gekommen sind.“ Vielleicht sogar nach Bernenrath, lacht Anne Will. „Aber mir war so schlecht. Ich empfehle es niemandem.“

„Das war der schönste Tag meines Lebens“

Später schafft sie es zweimal, beim Rosenmontagszug auf dem Wagen des Präsidenten des Festkomitees des Kölner Karnevals mitzufahren. „Mir hat das richtig was bedeutet. Ich war wie im Rausch“, erinnert sie sich. „Wenn du auf diesem Wagen bist: Du hast zwar einen Masseneindruck - als ich das erste Mal mitfahren durfte, waren 1,5 Millionen Menschen in Köln - du fährst am Dom vorbei, wir hatten knallblauen Himmel, und du siehst die vielen Menschen. Aber dann schaffst du es immer auch, einzelne Blickkontakte zu haben und versuchst, jemandem eine Pralinenschachtel oder so etwas zuzuwerfen.“ Vier Stunden habe der Zug gedauert. Als sie anschließend zu Hause in der Badewanne saß, sei ihr klar gewesen: „Das war der schönste Tag meines Lebens.“

Inzwischen lebt sie nicht mehr in der Rheinmetropole. Aber wenn Karneval ist, sehnt sie sich zurück. Sie habe eine Übertragung von der Feier an Altweiberfastnacht im Fernsehen gesehen, und der Moderator auf dem Alter Markt habe erzählt, dass es in Düsseldorf regnet. „Und alle auf dem Platz flippten aus. Da wusste ich: Ich muss wieder zurück. Ich muss Karneval feiern in Köln.“ (tsch)

Hündin Chinou bringt ihre Besitzer Peter und Gerda an ihre Grenzen. (Bild: RTL)
Martin Rütters Team muss helfen
Gerda dachte wegen Hund Chinou schon an Psychiater