NRW zahlt Gema-Gebühren für Feste – mit einem Haken.
„Music on, Gebühren off“Land NRW übernimmt Gema-Kosten für 33.500 Vereine und Feste

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Land schließt Pauschalvertrag mit der Gema
Gema-Hammer in NRW: Land zahlt jetzt die Gebühren für euer Fest – doch es gibt einen Haken. Endlich aufatmen für Tausende Vereine in NRW! Das Land springt ein und übernimmt die oft teuren Gema-Gebühren für viele Feste. Das könnte die nächste Feier im Veedel oder im Dorf retten – doch nicht alle profitieren.
Eine riesige Neuigkeit für die circa 33.500 Verbände und Initiativen in Nordrhein-Westfalen: Die Regierung des Bundeslandes wird in Zukunft die Abgaben an die Gema tragen. Einen entsprechenden Pauschaldeal mit der Verwertungsgesellschaft hat das Land ausgehandelt, wie Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) bekannt gab. Damit werden die Kosten für Musik bei gewissen Events abgedeckt.
„Ob Sommerfest, Dorffest, Gemeindefest oder Vereinsjubiläum: Wo Ehrenamt Gemeinschaft schafft, werden wir Hürden abbauen. Deshalb heißt es künftig: Music on, Gebühren off“, erklärte Scharrenbach. Diese Vereinbarung soll zahlreichen Ehrenamtlichen und ihren Clubs in NRW eine große Hilfe sein.
Gema-Deal in NRW: So sehen die Details aus
Gültig ist die Abmachung ab dem 1. Juli 2026 und sie läuft vorerst bis zum Jahresende 2027. Die Landesregierung stellt hierfür ein Budget von insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Absicht dahinter ist, besonders Organisationen, die auf Freiwilligenarbeit basieren, finanziell unter die Arme zu greifen.
Wer profitiert? Gemeinnützige, wohltätige und kirchliche Verbände, die ihren Sitz in NRW haben und hauptsächlich von Ehrenamtlichen betrieben werden. Eine entscheidende Bedingung gibt es aber: Das Event muss im Voraus online bei der Gema registriert werden.
Aber Achtung: Diese Feste sind leider raus
Pro Jahr können bis zu vier Event-Tage über den Pauschalvertrag abgerechnet werden. Die Vereinbarung gilt für Feiern mit Live-Musik oder abgespielten Songs, für die keine Tickets verkauft werden. Außerdem darf die Fläche des Events nicht mehr als 500 Quadratmeter betragen.
Jetzt kommt aber der Wermutstropfen, der besonders im Rheinland für enttäuschte Blicke sorgen wird: Ausgerechnet die Umzüge an Karneval und bei Schützenfesten sind momentan nicht Teil des Deals. Ebenfalls ausgeschlossen sind Konzerte, Partys mit Musik vom Band, reine Hintergrundbeschallung und gestreamte Events.
Mit dieser Vereinbarung schließt sich Nordrhein-Westfalen mehreren anderen Bundesländern an, die bereits vergleichbare Deals mit der Gema haben. Thüringen war das letzte Land, das einen solchen Schritt bekannt gab. In Deutschland repräsentiert die Gema die Copyrights von über 100.000 Songschreibern, Texterinnen und Musikverlagen und vertritt zudem mehr als zwei Millionen Rechteinhaber weltweit. (dpa/red)
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