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Klare Meinung zur KriseDeutsche sehen nicht die Ampel als Hauptgrund für die Flaute

Insolvenz

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Geopolitische Konflikte und Kriege spielen aus Sicht vieler Deutsche eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, die schwächelnde Konjunktur zu erklären. (Symbolbild)

Wirtschafts-Krise: Ampel nicht der Hauptgrund?

Wirtschafts-Flaute in Deutschland: Ampel doch nicht schuld? Umfrage mit überraschendem Ergebnis. Deutschlands Wirtschaft stottert, die Laune ist im Keller – aber wer hat's verbockt? Eine aktuelle YouGov-Befragung, durchgeführt für die Deutsche Presse-Agentur, zeichnet ein unerwartetes Bild. Die Mehrheit der Bürger sieht die Ampel-Koalition nicht als den alleinigen Sündenbock für die ökonomische Talfahrt.

Für eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent der Teilnehmer liegen die Gründe außerhalb der Landesgrenzen: Kriege, globale Spannungen, explodierende Energiepreise und blockierte Handelswege. Zudem geben 44 Prozent der 2.178 Befragten an, dass die Kauf-Unlust der Bürger – befeuert durch Inflation und Zukunftsängste – das Wachstum bremst.

Ampel-Regierung in der Kritik – aber nicht Hauptschuldige

Hier kommt der „Wie bitte?!“-Moment der Erhebung: Obwohl der Ärger über die Bundesregierung groß ist, sehen nur 39 Prozent der Wahlberechtigten die Politik der Ampel als Hauptursache für die Konjunktur-Delle.

Eine separate YouGov-Umfrage enthüllt das ganze Ausmaß des Frusts: Satte 79 Prozent stellen der Regierungsmannschaft ein schlechtes Zeugnis aus. Und trotzdem: Nur 26 Prozent sehen die Nachwirkungen von Entscheidungen der Koalition als einen der Kern-Gründe für Deutschlands wirtschaftliche Schwäche, wie die dpa berichtet.

Bundeskabinett

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Dass die Entscheidungen der aktuellen Bundesregierung zu den wesentlichen Ursachen für die Konjunkturschwäche zählt, denken 39 Prozent der Bundesbürger. (Archivfoto)

Auch Unternehmen und Strukturwandel als Bremsklötze

Die Deutschen nehmen aber auch die Wirtschaft selbst in die Pflicht. So ist für knapp ein Drittel (32 Prozent) die mangelnde Investitionsbereitschaft deutscher Firmen – etwa in neue Technologien oder die Infrastruktur – einer der Hauptgründe für die Krise.

Fast genauso viele Befragte (34 Prozent) sehen den tiefgreifenden Wandel in Schlüsselbranchen wie dem Automobilsektor und der Energieversorgung als wichtigen negativen Einfluss. Jeweils 23 Prozent identifizierten zudem den Mangel an Fachkräften und eine schwache Nachfrage aus Exportmärkten wie China und den USA als Problem. 11 Prozent der Teilnehmenden antworteten mit «weiß nicht».

Die Prognosen bleiben trübe. Führende Wirtschaftsinstitute haben ihre Erwartung für 2026 drastisch reduziert. Statt 1,3 Prozent Wachstum wird nur noch ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Als Gründe werden der Krieg im Iran, hohe Energiekosten und Schwierigkeiten in den Lieferketten genannt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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