Neuer Friedensplan für die Ukraine: Kommen jetzt Bodentruppen?
Europa schmiedet FriedensplanMerz, Macron und Starmer treffen Selenskyj für neuen Anlauf

Copyright: Toby Melville/Pool Reuters/AP/dpa
Die E3-Gruppe war bereits im vergangenen Jahr über Gespräche mit den USA und der Ukraine an den Bemühungen um ein Ende des Krieges beteiligt. (Archivbild)
Ein neuer Anlauf für den Frieden in der Ukraine? Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen die Bemühungen um ein Ende des Krieges wieder anschieben. Dafür beraten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer am Sonntagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London. Das bestätigte ein britischer Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Die sogenannten E3 – Deutschland, Frankreich und Großbritannien – gelten als Schlüssel-Akteure bei den europäischen Anstrengungen, den russischen Angriffskrieg zu beenden. Jetzt kommen sogar Pläne auf den Tisch, die für Aufsehen sorgen dürften: London und Paris haben in Aussicht gestellt, nach einem dauerhaften Waffenstillstand Bodentruppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu schicken.
Und Deutschland? Bundeskanzler Merz sagte bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ Anfang des Jahres in Paris, Deutschland könne zumindest „Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden“.
Paris: Russland steht unter Druck
Bisher sind solche Bemühungen aber immer wieder gescheitert. Die Gründe: der mangelnde Wille Russlands und die Zurückhaltung der USA unter Präsident Donald Trump, der Ukraine Sicherheitsgarantien zu geben. Das Interesse Washingtons an einer Friedenslösung scheint inzwischen nachgelassen zu haben.
Aus dem französischen Präsidentenpalast hieß es, es werde zunächst ein Treffen von Macron, Starmer und Merz geben, bevor die drei anschließend mit Selenskyj sprechen. Es gehe darum, die Ukraine weiter zu unterstützen und den Druck auf Russlands Kriegsanstrengungen zu erhöhen. Russland stehe militärisch, wirtschaftlich und strategisch unter Druck, halte an der Front aber weiter an seinem mörderischen Krieg fest.
Trotz der zunehmenden Kampfhandlungen geht die Bundesregierung davon aus, dass binnen der kommenden Monate Gespräche mit Russland zustande kommen könnten. „Langsam öffnet sich ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland“, hieß es zuletzt aus Regierungskreisen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
