Selenskyj will mit Putin reden – Kreml reagiert eiskalt
Neuer Anlauf für FriedenMacron, Merz und Starmer planen baldiges Treffen mit Selenskyj

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Bald soll es ein Treffen der europäischen Spitzenpolitiker mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geben.
Ein kühner Vorstoß für den Frieden vom ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj: Er hat dem Kreml-Anführer Wladimir Putin am Donnerstag in einem öffentlichen Schreiben direkte Verhandlungen vorgeschlagen. Diese Aktion sorgt sofort für mächtig Wirbel auf der politischen Bühne Europas.
Der französische Präsident Emmanuel Macron gab während eines EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro bekannt, dass in Kürze ein hochrangiges Treffen mit Selenskyj stattfinden wird. Zwischen Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich existiere eine enge Koordination. Vor etwa 14 Tagen hatten sich Bundeskanzler Merz, Großbritanniens Premier Keir Starmer und Macron bereits in einer Videoschalte beraten.
Macron: „Gute Initiative“ für Friedensplan
Macron fand zu Selenskyjs Schreiben an Putin unmissverständliche Worte: „Ich glaube, dass es heute die Ukraine und Russland sind, die sowohl einen Waffenstillstand als auch einen Friedensplan ausarbeiten können.“ Die Nationen Europas seien in der Lage, dabei zu assistieren, weil sie die mit Abstand bedeutendsten Förderer der Ukraine sind.
Für das französische Staatsoberhaupt steht fest: Sobald ein Friedensplan verhandelt wird, gehört Europa mit an den Tisch. Letztendlich drehe es sich aufgrund der geografischen Situation um eine Architektur für Frieden und Sicherheit für den gesamten Kontinent. „Deshalb halte ich das für eine gute Initiative“, unterstrich Macron.
Kreml reagiert mit eiskalter Forderung
Aber während in Europa neue Zuversicht entsteht, folgt die ernüchternde Reaktion aus Moskau. Als Erwiderung auf das Schreiben von Selenskyj wiederholte der Kreml zwar seine Einladung zu Gesprächen in der russischen Hauptstadt, verknüpfte diese aber mit einer bekannten und unnachgiebigen Forderung.
Die Bedingung lautet: die uneingeschränkte Herrschaft über die ukrainische Donbass-Region als Grundlage für den Frieden. Ein Ansinnen, das Selenskyj schon in der Vergangenheit mehrfach kategorisch zurückgewiesen hat. (dpa/red)
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