Der kurze Frieden ist vorbei. Nach dem orthodoxen Osterfest eskaliert die Gewalt in der Ukraine erneut mit voller Härte. Es gibt Tote und Verletzte.
Jagd auf ZivilistenNach Waffenruhe: Tote bei Angriffen in Ukraine und Russland

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Netze über den Strtaßen bei Cherson sollen russische Drohnen abhalten. (Archivbild)
Ein Raketenbeschuss aus Russland hat die ukrainische Industriemetropole Dnipro erschüttert. Wie offizielle Stellen bestätigen, kamen dabei wenigstens fünf Personen ums Leben. Olexander Hanscha, der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, informierte über Telegram, dass es außerdem mindestens 25 verletzte Zivilpersonen gebe, von denen 10 schwere Verwundungen erlitten.
Zuvor hatten die ukrainischen Luftstreitkräfte vor einer anfliegenden ballistischen Rakete gewarnt, die aus Russland kam. Nach einer Feuerpause am vergangenen Sonntag anlässlich des orthodoxen Osterfestes sind die beidseitigen Angriffe nun wieder voll entflammt, wie die dpa berichtet.
Drohnen-Jagd auf Zivilisten in Cherson
Auch in der Region Cherson, südwestlich von Dnipro, ist die Lage katastrophal. Innerhalb von nur einem Tag wurden dort vier unbeteiligte Menschen durch russischen Beschuss mit Drohnen und Artillerie getötet. Die Nationale Polizei der Ukraine meldete aus Kiew, dass es obendrein wenigstens 16 Verletzte gab. Besonders heimtückisch: Seit Montag sollen russische Drohnen in drei Situationen gezielt fahrende Autos attackiert und dabei die Insassen getötet haben.
Der Fluss Dnipro markiert in der Cherson-Region die Front. Die gleichnamige Hauptstadt des Gebiets ist in der Reichweite von russischen FPV-Drohnen. Laut ukrainischen Informationen machen deren Piloten gezielt Jagd auf Zivilpersonen und deren Fahrzeuge.
Aufgrund der permanenten Bedrohung harren nur noch circa 60.000 Einwohner in der Stadt an der Front aus. Vor Beginn des Krieges lebten dort fast 280.000 Menschen. Zum Schutz werden Netze über die Straßen gespannt, die anfliegende Drohnen stoppen sollen. Am Dienstagvormittag schlug ein solches Fluggerät in einem Krankenhaus in Cherson ein, wie die Verwaltung der Region bekannt gab.
Auch Russland meldet ziviles Opfer
Seit über vier Jahren führt Russland seinen umfassenden Angriffskrieg gegen die Ukraine, doch die Konsequenzen sind immer deutlicher auch auf eigenem Territorium spürbar. In der russischen Ortschaft Jelez in der Lipezk-Region kam es zu ukrainischen Gegenattacken mit Drohnen. Dabei wurde eine Frau getötet und fünf weitere Personen wurden verletzt, wie die staatliche Agentur Tass verlauten ließ.
Die Zuspitzung der Lage direkt nach den Feiertagen lässt wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kämpfe. (red)
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