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Von Pop-Oper bis VRDas Festival „Theater der Welt“ kommt jetzt nach Chemnitz.

Ausblick auf „Theater der Welt“

Copyright: Hendrik Schmidt/dpa

Vom 18. Juni bis 5. Juli ist Chemnitz Gastgeber des Festivals «Theater der Welt». Dazu werden mehr als 30 Produktionen verschiedener Genre gezeigt.

Theater der Welt: Pop-Opern und Inuit-Gesang in Chemnitz

Ein Festival, das unter die Haut geht: Von Pop-Opern bis zu virtuellen Welten holt das «Theater der Welt» ab Donnerstag (18. Juni) über 30 internationale Produktionen nach Deutschland. Ein besonderer Fokus liegt auf indigenen Stimmen. Zur Eröffnung wird im Chemnitzer Opernhaus das Musiktheater «Split Tooth: Saputjiji» von Tanya Tagaq, einer Sängerin und Autorin aus Kanada, aufgeführt. Es erzählt die Geschichte einer Heranwachsenden in der Arktis, deren Leben von der gewaltigen Natur und einer sich auflösenden Gemeinschaft geprägt ist. Gänsehaut-Moment: Auf der Bühne ist auch der Kehlkopfgesang der Inuit zu erleben.

Das «Theater der Welt» zählt zu den wichtigsten internationalen Theater-Events in Deutschland und wird vom deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts getragen. Das Festival will künstlerische Perspektiven aus der ganzen Welt zeigen und findet nur alle drei Jahre statt. Nachdem zuletzt Frankfurt am Main und Offenbach die Gastgeber waren, ist nun Chemnitz bis zum 5. Juli der Schauplatz. Die sächsische Stadt, die im Vorjahr Kulturhauptstadt Europas war, wird damit erneut zum Hotspot – eine Reise wert auch für Kultur-Fans aus NRW.

Schauspielhaus Chemnitz

Copyright: Jan Woitas/dpa

Das verwaiste Chemnitzer Schauspielhaus wird beim Kunstfestival «Begehungen» zu einer temporären Galerie für zeitgenössische Kunst (Archivbild)

Vom Simon Nkoli bis Alfred Döblin

Auf dem Programm stehen neben Musiktheater auch Schauspiel, Performance und Figurentheater. Die Pop-Oper «Nkoli: A Fierce & Fabulous Life» erzählt die Geschichte des Anti-Apartheid-Aktivisten und Pioniers der Lesben- und Schwulenbewegung, Simon Nkoli. Bei der Produktion «Blur» können Besucher unterdessen durch künstlich geschaffene Welten wandern. Die tschechische Aufführung «Amadoka» verarbeitet die Romantrilogie von Sofia Andruchowytsch, in der ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte durch das Schicksal von drei Frauen erzählt wird. Eine deutsch-chinesische Koproduktion inszeniert zudem Alfred Döblins Roman «Berge, Meere und Giganten» unter dem Titel «Luftmasse». Das visuelle Konzept dafür stammt, so die Veranstalter, vom Künstler Ai Weiwei.

Parallel dazu gibt es noch ein weiteres Highlight: Das Kunstfestival «Begehungen» macht das verlassene Schauspielhaus der Stadt zu einer Galerie für moderne Kunst. Das Gebäude ist seit Jahren ungenutzt und wartet auf eine Sanierung. Unter der Überschrift «In der Vorstellung» werden dort Werke von Kunstschaffenden wie Hito Steyerl, Jana Gunstheimer, Cindy Sherman, Danica Dakić und Martina Pinosa ausgestellt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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