G7-Gipfel: Jubel über Iran-Deal, doch neuer Ukraine-Streit
Krisen-Gipfel für MerzNach Iran-Einigung: Das besprechen Kanzler und Trump in Évian.

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Drei Tage werden die Staats- und Regierungschefs am Genfersee tagen.
Gipfel der Gegensätze: Jubel über Iran-Deal, doch neuer Streit um die Ukraine entbrennt Erst die riesige Überraschung, dann die große Sorge. Eine Einigung im Iran-Konflikt sorgt kurz vor dem G7-Gipfel für Aufatmen. Aber die Ruhe könnte trügen: Ein anderes Thema birgt gewaltigen Zündstoff.
Heute beginnt im französischen Évian der G7-Gipfel, und das Treffen steht ganz im Zeichen der Einigung im Iran-Konflikt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt sich dafür eine Auszeit von den schwierigen Reformverhandlungen in der Hauptstadt. Doch der wahre Fokus liegt auf US-Präsident Donald Trump, denn von ihm hängt maßgeblich ab, ob der Gipfel am Genfersee ein Erfolg wird.
Durchbruch! Hoffnung auf Frieden mit dem Iran
Diese Nachricht bestimmt die Agenda: Am Sonntagabend, nur rund 20 Stunden vor Gipfelbeginn, verkündete Trump die Sensation. Es gibt ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Konflikts. Damit soll auch die für den Ölhandel extrem wichtige Straße von Hormus wieder geöffnet werden.

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Auf dem Familienfoto wird es in diesem Jahr im Vergleich zu 2025 nur eine Veränderung geben: Der japanische Ministerpräsident Ishiba Shigeru ist inzwischen von Sanae Takaichi abgelöst worden.
Kanzler Merz nannte die Einigung einen „diplomatischen Durchbruch“. Dieser könne der Weltwirtschaft helfen und die Region stabilisieren. „Nun gilt es, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen“, betonte er. Jetzt sind die Europäer am Zug, die eine Militärmission zur Sicherung der Handelsroute vorbereiten. Deutschland hatte schon Mitte April zugesagt, Minenjagdboote, ein Versorgungsschiff und Kräfte zur Luftaufklärung zu schicken.
Eiszeit mit Trump vor Nato-Gipfel?
Doch die gute Nachricht aus dem Iran kann die tiefen Risse nicht überdecken. Trump war stinksauer über die mangelnde Unterstützung der Europäer im Iran-Krieg. Kritische Kommentare von Kanzler Merz hatten ihn so erzürnt, dass der US-Präsident damit drohte, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Bis zum wichtigen Nato-Gipfel, der im Juli in Ankara stattfindet, muss sich die Stimmung dringend aufhellen.
Neben dem Iran-Abkommen gibt es noch einen Hoffnungsschimmer: Trumps 80. Geburtstag direkt vor dem Gipfel. Vielleicht sorgt das für bessere Laune. Merz hat dem US-Präsidenten schon handschriftlich gratuliert und bringt ihm sogar ein Geschenk mit nach Évian.
Neuer Anlauf im Ukraine-Krieg
Während im Iran die Waffen bald schweigen könnten, tobt der Krieg in der Ukraine weiter. Deshalb haben Gastgeber Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und Kanzler Merz – bekannt als die E3 – eine neue Initiative ins Leben gerufen. Vergangenes Wochenende starteten sie zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen neuen Anlauf für den Frieden. Bislang waren die USA der alleinige Vermittler, aber Trump war voll und ganz mit dem Iran beschäftigt.
Jetzt wollen die Europäer bei möglichen neuen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland mit am Tisch sitzen. Darüber wollen sie in Évian mit Trump reden. Das große Problem dabei: Die Europäer sind sich selbst nicht einig. Wer soll für sie sprechen? Gerade die osteuropäischen EU-Länder wie Polen beäugen die Initiative der drei großen Nationen mit viel Skepsis.
China: Die heikle Abhängigkeit bei Rohstoffen
Ein Land ist zwar nicht in Évian anwesend, aber dennoch in aller Munde: China. Die westlichen Industrienationen beschäftigt vor allem eine Frage: Wie lässt sich die Abhängigkeit bei entscheidenden Rohstoffen von China reduzieren? Diese sind für die Herstellung von Batterien, Elektromotoren oder Solarzellen unerlässlich. Auch der gewaltige Handelsüberschuss Chinas ist ein Thema, das die Gruppe der Sieben besprechen wird.
Von KI bis Krebs: Die lange Themenliste
Die Themenliste ist noch viel länger und umfasst Künstliche Intelligenz, irreguläre Migration, den Schutz von Kindern im Netz, den Kampf gegen Drogenhandel und sogar Ebola und Krebs. All das hat die französische Präsidentschaft auf die Agenda gesetzt. Eine umfassende Abschlusserklärung mit allen Ergebnissen ist aber nicht geplant. So will man zähe Debatten um jedes Wort vermeiden und verhindern, dass Trump am Ende alles wieder über den Haufen wirft. Das ist nämlich schon einmal passiert.
Stattdessen soll es Papiere zu einzelnen Themen geben. Und sollte man sich bei einem Punkt gar nicht einigen können, fasst einfach die französische Präsidentschaft den Stand der Diskussion zusammen (Chair's Summary).

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Der Gipfel beginnt einen Tag nach dem 80. Geburtstag Trumps.
Große Runde: Diese Gäste sind auch dabei
Gastgeber Macron hat die Runde erweitert und eine Reihe von Gästen eingeladen. Wenn es am Dienstag um die Kriege im Iran und im Libanon geht, sind auch Ägypten sowie die Golfstaaten Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate dabei. Zum Thema Ukraine stößt Präsident Selenskyj dazu. Außerdem nehmen wichtige Wirtschaftsmächte teil, die nicht zur G7 gehören: Brasilien, Indien, Südkorea, Kenia und Ägypten.
Nach dem Gipfel: Krisen-Dinner in Versailles
Nach dem Gipfel ist direkt vor dem nächsten. Die Chefs der 27 EU-Länder kommen am Donnerstag in Brüssel zu ihrem Frühsommergipfel zusammen. Die Themen sind teilweise dieselben wie bei der G7: Ukraine und China, aber auch der EU-Haushalt. Ein besonders spannender Termin findet aber noch davor statt: Am Mittwochabend treffen sich Macron und Trump zum Abendessen im Schloss Versailles. Die beiden sind in der Vergangenheit schon oft verbal aneinandergeraten. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
