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Wüst als EinwechselkanzlerGerüchte um NRW-Boss als Nachfolger für CDU-Chef Merz

Spekulationen über Kanzlertausch

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

NRW-Regierungschef Hendrik Wüst wird als möglicher «Einwechselkanzler» für Friedrich Merz gehandelt. (Archivbild)

Kanzler-Beben in der Union: Löst Wüst jetzt Merz ab?

Eigentlich sollte es ein Heimspiel für Friedrich Merz werden. In der Schützenhalle in Arnsberg-Hüsten wollte der CDU-Chef über die Wurzeln seiner Partei sprechen. Doch statt Applaus gibt es jetzt eine knallharte Debatte um seine Zukunft als Kanzler.

Der Grund: Gerüchte über einen möglichen Machtwechsel in der Union machen die Runde. Im Mittelpunkt steht ausgerechnet NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Gerüchte über Kanzler-Wechsel sorgen für Unruhe

Der „Stern“ und die „Bild“-Zeitung berichten übereinstimmend: In den höchsten Zirkeln der CDU wird angeblich über eine Ablösung von Merz nachgedacht. Zwar gebe es noch keine konkreten Planungen, aber die Spekulationen sind in der Welt.

Bundeskabinett

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Kanzler Friedrich Merz steht wegen stockender Reformen unter Druck.

Merz-Lager warnt vor „gefährlicher Zündelei“

Das Umfeld des Kanzlers reagiert prompt und scharf, um die Diskussion im Keim zu ersticken. Von einer „naiven Idee“ ist die Rede und einer „gefährlichen Lust an der Zündelei“. Wer solche Spekulationen in die Welt setze, „betreibt das Geschäft der AfD und raubt der politischen Mitte die Autorität“.

Angesichts der Weltkrisen sei dies doppelt fahrlässig. Dazu ein spitzer Kommentar in Richtung der Kritiker: „Es ist immer einfacher, über Personal zu quatschen, als sich ernsthaft mit den Einkommensteuersätzen oder der Pflegereform zu beschäftigen.“

Wüst, Söder, Spahn als „Einwechselkanzler“?

Als mögliche Nachfolger werden mehrere Namen gehandelt. Neben dem 50-jährigen Wüst werden auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) genannt.

Doch ein solcher Wechsel wäre alles andere als einfach. Merz müsste von sich aus den Weg freimachen oder von der Parteiführung zum Rücktritt gedrängt werden. Anschließend müssten CDU/CSU gemeinsam mit der SPD einen neuen Kanzler wählen – ob die Sozialdemokraten da mitspielen, ist völlig offen.

Für Wüst ist Düsseldorf aktuell besser als Berlin

In Berlin wird zudem bezweifelt, ob Wüst überhaupt Interesse an dem Job hat. Manche fragen sich, ob sein Name gezielt ins Spiel gebracht wird, um seine Ambitionen zu „verbrennen“. Andere sehen in ihm den idealen Kandidaten: Er hat Regierungserfahrung, die Merz fehlt, und kann mit den Grünen – ein möglicher Koalitionspartner der Zukunft.

Wüst selbst hielt sich schon 2024 bedeckt und unterstützte Merz. Offiziell äußert er sich nie zu Kanzlerambitionen. Der 50-Jährige ist erst kürzlich zum zweiten Mal Vater geworden und betont, wie wichtig ihm die Familie ist. Als Kanzler wäre damit Schluss.

Wüst vermeidet Fehler

Dass Wüst auf internationalem Parkett eine gute Figur macht, bewies er vergangene Woche bei einer Reise nach Schlesien mit Besuch im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Ein Tross von Hauptstadtjournalisten folgte ihm auf Schritt und Tritt.

Ministerpräsident Wüst in Auschwitz

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Dass Wüst auf international schwierigem Parkett bestehen kann, zeigte er vergangene Woche bei seiner Reise nach Schlesien und seinem ersten Besuch im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. (Archivbild)

Auf Instagram gibt er sich als nahbarer Landesvater. Er regiert präsidial, meidet Streit und hält sich an seine Manuskripte. Probleme in NRW schiebt er gern auf Berlin. Sein „geräuschloses“ Regieren mit den Grünen wird gelobt. Doch auch in NRW ist nicht alles Gold, was glänzt.

Familienministerin Josefine Paul (Grüne) musste nach Kritik an ihrer Kommunikation zum Solinger Terroranschlag von 2024 zurücktreten. Zudem belastet eine Affäre um Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) die Regierung.

Landtag Düsseldorf

Copyright: Oliver Berg/dpa

Auch bei der schwarz-grünen Regierung in NRW läuft nicht alles rund. (Archivbild)

AfD im Westen im Aufwind

Gleichzeitig wird die AfD auch in NRW immer stärker. Bei den Kommunalwahlen 2025 verdreifachte sie ihr Ergebnis fast auf 14,5 Prozent. Aktuelle Umfragen sehen sie bei 17 bis 20 Prozent. Der Aufstieg wird auch mit dem Streit in der Berliner Koalition erklärt, doch Wüsts harmonischer Stil kann die AfD im Westen offenbar nicht stoppen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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