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Boss sorgt für Eklat„Die Folgen des Irankrieges sind für uns daher eine Chance“

Gea-Chef Stefan Klebert im dpa-Interview

Copyright: Christoph Soeder/dpa

Gea-Chef Stefan Klebert mahnt einen Abbau von Bürokratie-Ballast an.

Während alle ächzen: NRW-Firma macht Kasse mit Krise

Während viele Menschen und Unternehmen unter den explodierenden Energiekosten ächzen, sieht ein Maschinenbauer aus NRW die Krise als riesige Geschäftschance. Der Vorstandschef des Düsseldorfer Gea-Konzerns, Stefan Klebert, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass sein Unternehmen von den steigenden Energiekosten infolge des Irankrieges profitieren wolle.

Die brisante Aussage des Chefs: „Die Nachfrage nach energieeffizienten Anlagen ist deutlich gestiegen – und die bieten wir an“, so Klebert. „Die Folgen des Irankrieges sind für uns daher eine Chance.“ Eine Aussage, die aufhorchen lässt, während viele um ihre Existenz bangen.

So will der NRW-Konzern Kasse machen

Das Geschäftsmodell dahinter ist simpel: Gea selbst verbrauche nur wenig Energie, die Kunden des Unternehmens aber umso mehr. Als Beispiel nennt Klebert einen Sprühtrockner, der Milch zu Milchpulver verarbeitet. Bislang lief das meist über Gasbrenner. Gea habe aber eine Wärmepumpe entwickelt, die mit Strom läuft und dabei eine Energieersparnis von bis zu 50 Prozent ermöglicht.

Der Konzern mit Verwaltungssitz in Düsseldorf und seinem größten Werk in Oelde (NRW) beschäftigt rund 18.600 Menschen, ein Drittel davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Gea einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro und einen Gewinn von 0,4 Milliarden Euro.

Chef mit klarer Forderung an die Politik

Doch das Wachstum findet woanders statt. Lediglich neun Prozent vom Gesamtumsatz machte Gea zuletzt in Deutschland. Die großen Märkte liegen laut Klebert in China, Indien, Asien und den USA. Er mahnte daher Reformen an, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

„Wir müssen endlich entbürokratisieren und die Arbeitszeiten flexibilisieren“, fordert der Konzern-Chef. Außerdem müsse der Staat stärker in die Bildung investieren. Neben den Milch-Trocknern stellt die Firma auch Roboter zum Melken und Füttern für Landwirte, Verpackungsmaschinen für Nudeln oder Zentrifugen für Brauereien her. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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