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Bahlsen senkt die PreiseNach dem Schoko-Schock werden beliebte Kekse wieder günstiger.

Bahlsen-Chef Alexander Kühnen

Copyright: Michael Matthey/dpa

Alexander Kühnen ist seit dem 1. Januar 2023 Chef des Gebäckherstellers Bahlsen.

Nach Preis-Schock: Keks-Hersteller Bahlsen senkt Preise

Die extremen Schokoladenpreise waren für den Keks-Hersteller Bahlsen eine harte Belastung – doch jetzt gibt es eine Wende. Die Firma senkt die Preise für ausgewählte Produkte. Die ersten günstigeren Angebote sind schon in den Läden zu finden.

„Durch die stark gestiegenen Schokoladenpreise mussten wir unsere Preise anheben, weil der Schokoladenanteil in unseren Produkten höher ist als im Wettbewerb“, erläuterte Firmenchef Alexander Kühnen der Deutschen Presse-Agentur. Da die Kosten sich mittlerweile aber wieder beruhigen, denke man eher über Preissenkungen nach als über weitere Aufschläge.

Auch die Konkurrenz reagiert

Bahlsen ist mit diesem Schritt nicht allein. Andere Produzenten reagieren ebenfalls auf die Marktlage. So hat beispielsweise der Schweizer Schokoladen-Riese Lindt & Sprüngli die Preise für einige Artikel nach unten korrigiert.

„Enkelfähigkeit“ ist wichtiger als schnelle Gewinne

Trotz der teuren Rohstoffe kam für Bahlsen eine Änderung an der Rezeptur aber nie infrage. Die Kekse seien von Gewohnheit und großem Vertrauen geprägt, da viele Menschen sie seit Jahrzehnten konsumieren, erklärte Kühnen. „Wenn jemand regelmäßig unsere Produkte kauft und plötzlich würde sich der Geschmack verändern, weil wir am Rezept sparen würden, dann verliert man diese Kunden sehr schnell und oft dauerhaft.“

Schokoherzen

Copyright: Holger Hollemann/dpa

Nach Monaten hoher Preise deutet sich bei Schokolade eine Entspannung an. (Symbolbild)

Eine Veränderung am Produkt war deshalb keine Option, obwohl es kurzfristig vielleicht eine Hilfe gewesen wäre. „Aber langfristig wäre es nicht nachhaltig gewesen.“ In der Firma, die vollständig der Familie Bahlsen gehört, hat der Begriff „Enkelfähigkeit“ eine enorme Bedeutung – also die Frage, ob das Unternehmen in zwei Generationen noch so dastehen wird wie heute.

Nach schwieriger Phase zurück auf Wachstumskurs

Die Firma aus Hannover hatte zuletzt mit sinkenden Verkaufszahlen und dem Verlust von Marktanteilen zu kämpfen. „Als ich zu Bahlsen kam, hatte das Unternehmen kein gutes Jahr hinter sich, und mein Auftrag war klar: Veränderung“, so Kühnen, der seit drei Jahren die Geschäfte führt.

Der Gruppenumsatz von Bahlsen kletterte 2023 auf 644,6 Millionen Euro, nach 607,9 Millionen im Vorjahr und 539,9 Millionen Euro für das Jahr 2022. Das operative Ergebnis erreichte 63,6 Millionen Euro, verglichen mit 40,5 Millionen im Jahr 2022. Im Gegensatz dazu wies Bahlsen für 2022 auf dieser Grundlage noch ein Defizit von 1,8 Millionen Euro aus.

Mehr Biss im Wettbewerb mit Ferrero und Co.

Ausruhen will sich Kühnen darauf aber nicht. „Wo ich nicht zufrieden bin, ist unsere Wettbewerbsposition.“ Er hätte sich ein stärkeres Wachstum und die Eroberung von Marktanteilen erhofft. Ein entscheidender Faktor, warum das Wachstum hinter den Zielen zurückblieb, seien die hohen Schokoladenpreise gewesen.

„In drei Jahren möchte ich, dass wir im Wettbewerb gefürchtet werden“, kündigte Kühnen an. „Im Moment sind wir das noch nicht, aber genau dahin wollen wir.“ Der Wettbewerbsdruck durch große Konzerne wie Ferrero und den Hersteller von Milka, Mondelez, sei gewachsen. Zukünftig soll die Branche bei starken Wettbewerbern sofort an Bahlsen denken.

„Und nach innen soll Bahlsen ein Unternehmen sein, bei dem junge Leute sagen: Das ist ein traditionelles Unternehmen, aber gleichzeitig richtig sexy“, sagte Kühnen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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