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Extrem schwierige ZeitenTraditionsreiches Möbelunternehmen  aus NRW ist insolvent

Firmenzentrale von Interlübke in Rheda-Wiedenbrück

Copyright: Interlübke/dpa

Firmenzentrale von Interlübke in Rheda-Wiedenbrück

Das Unternehmen Interlübke ist in finanzielle Schieflage geraten. Gesucht wird nun ein neuer Investor.

Der traditionsreiche Möbelhersteller Interlübke hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hinter der Marke, die Lübke GmbH, stellte einen Antrag beim Amtsgericht Bielefeld, wie aus dem Portal Insolvenzbekanntmachungen hervorgeht.

Die Suche nach einem Investor laufe, sagte eine Sprecherin. Der Betrieb im Werk im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück gehe vorerst weiter. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Yorck Streitbörger. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Schwierige Zeiten für Möbelbranche

„Der akute Auslöser der Insolvenz war der Iran-Krieg“, sagte Mitgesellschafter Ralf Oehmke dem Magazin. Das Werk werde noch mit Öl beheizt, und „genau dort hat uns die Kostenexplosion in den letzten Wochen massiv getroffen“. Dazu kämen „im Wochentakt Preiserhöhungen von Spediteuren, Holz- und Lacklieferanten“.

Die Möbelindustrie kämpft seit längerem mit Problemen. Die Unternehmen leiden darunter, dass Verbraucher bei Möbeln derzeit häufig sparen und Anschaffungen aufschieben. Hinzu kommt, dass viele Haushalte während der Pandemie Käufe vorzogen und sich neu einrichteten. Nun ist der Bedarf vielerorts gedeckt.

Interlübke beschäftigt mehr als 100 Menschen. Das Unternehmen lässt nach eigenen Angaben als einer der wenigen deutschen Premiumhersteller Möbel von international renommierten und prämierten Designern gestalten. Die Brüder Leo und Hans Lübke gründeten 1937 ihre kleine Möbelfabrik für polierte Schlafzimmermöbel. Das Unternehmen stellte 2012 bereits einen Insolvenzantrag. (dpa/mg)

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