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Iran-Krieg als AuslöserTraditionsmarke Interlübke aus NRW meldet Insolvenz an.

Insolvenzverfahren

Copyright: Oliver Berg/dpa

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland lag zuletzt laut Creditreform auf dem höchsten Stand seit 2014. (Symbolbild)

Interlübke ist pleite: Miteigentümer gibt Iran-Krieg Schuld

Ein Beben in der deutschen Möbel-Welt: Der berühmte Hersteller Interlübke ist zahlungsunfähig. Die Lübke GmbH, die Firma hinter der bekannten Marke, hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag eingereicht, wie aus dem offiziellen Portal für Insolvenzbekanntmachungen deutlich wird.

Eine Firmensprecherin gab bekannt, dass die Jagd nach einem Geldgeber schon begonnen habe. Die Produktion am Standort in Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen laufe zunächst weiter. Der Jurist Yorck Streitbörger wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Die „Wirtschaftswoche“ hatte als erstes Medium von der Pleite berichtet.

Miteigentümer schockt: „Der akute Auslöser war der Iran-Krieg“

Miteigentümer Ralf Oehmke nannte gegenüber dem Magazin einen verblüffenden Auslöser für die Geldprobleme. „Der akute Auslöser der Insolvenz war der Iran-Krieg“, erklärte Oehmke. Seine Erklärung dafür: Die Fabrikation werde weiterhin mit Öl betrieben, und „genau dort hat uns die Kostenexplosion in den letzten Wochen massiv getroffen“.

Zu den immensen Heizkosten gesellten sich laut Oehmke obendrein „im Wochentakt Preiserhöhungen von Spediteuren, Holz- und Lacklieferanten“, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Die ganze Branche steckt in der Klemme

Der gesamte Industriezweig hat schon seit einer ganzen Weile mit Schwierigkeiten zu tun. Zahlreiche Kunden halten ihr Geld zusammen und verschieben den Kauf neuer Einrichtungsgegenstände. Ein zusätzlicher Faktor: In der Zeit der Pandemie statteten sich viele Familien neu aus, weshalb die Nachfrage an vielen Orten nun gesättigt ist.

Bei Interlübke arbeiten über 100 Beschäftigte. Die Firma, 1937 von den Brüdern Leo und Hans Lübke ins Leben gerufen, zählt zu den wenigen deutschen Luxus-Herstellern, die ihre Möbelstücke von weltweit angesehenen Design-Koryphäen entwerfen lassen. Für das Traditionsunternehmen ist es nicht die erste schwere Zeit: Schon im Jahr 2012 war die Firma gezwungen, Insolvenz anzumelden. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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