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Milliarden für die NatoDeutschland rüstet auf doch die USA fordern noch mehr

Rutte stellt Bericht zu Bündnisaktivitäten im Jahr 2025 vor

Copyright: Virginia Mayo/AP/dpa

Sieht eine positive Entwicklung: Nato-Generalsekretär Mark Rutte stellte die neuen Zahlen am Donnerstag in Brüssel vor. (Archivbild)

Deutschland und die Partner pumpen Rekordsummen in die Verteidigung. Doch das reicht anscheinend noch lange nicht.

Deutschland und die anderen Nato-Staaten haben ihre Budgets für Verteidigung im letzten Jahr um eine Rekordsumme aufgestockt. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf einen Bericht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte meldet, kletterten die Aufwendungen der europäischen Bündnispartner und Kanadas um 19,6 Prozent. Das entspricht einer Summe von 574 Milliarden US-Dollar (498 Mrd. Euro).

Auch Deutschland hat seine Ausgaben massiv gesteigert. Laut den Zahlen aus dem Report gab die Bundesrepublik rund 20 Prozent mehr aus, was 88,8 Milliarden Euro entspricht. Der Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt erreichte damit fast 2,4 Prozent.

Zwei-Prozent-Ziel endlich erreicht

Damit ist eine seit Jahren diskutierte Vorgabe geschafft. Schon im Vorjahr verkündete Rutte, dass mit Ausnahme von Island inzwischen alle Mitgliedsländer wenigstens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Rüstung aufwenden. Dieses Ziel wurde bereits 2014 festgelegt.

USA bei Ausgaben weiter unerreicht

Trotz der gewaltigen Steigerungen bleiben die Europäer und Kanada aber weit hinter den USA zurück. Die amerikanischen Verteidigungsausgaben gingen im vergangenen Jahr zwar um 1,4 Prozent leicht zurück. Mit 838 Milliarden Dollar (727 Mrd. Euro) liegen sie laut Nato-Berechnung aber immer noch weit über der Summe aller anderen Partner zusammen.

Trump-Forderung: Jetzt sollen es fünf Prozent werden

Zum Ausruhen bleibt jedoch keine Zeit. Auf Drängen von US-Präsident Donald Trump wurde bei einem Gipfeltreffen im Juni ein neues, noch krasseres Ziel beschlossen: Zukünftig sollen mindestens 3,5 Prozent des nationalen BIP in die Verteidigung fließen. Oben drauf kommen weitere 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Posten wie Infrastruktur. Das macht unterm Strich eine Quote von fünf Prozent.

Die 3,5-Prozent-Marke für reine Verteidigungsausgaben knackten im vergangenen Jahr nach Nato-Angaben nur Polen, Litauen und Lettland. Das sind genau die Länder, die sich von Russland besonders in ihrer Sicherheit bedroht sehen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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