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Hormus-BlockadeRiesen-Angst um deutsche Firmen – das droht jetzt

Iran-Krieg - Frachtschiffe im Arabischen Golf

Copyright: Uncredited/AP/dpa

Durch den Iran-Krieg ist die Schifffahrt stark eingeschränkt. Darunter leidet vor allem Asien. (Archivbild)

Eine Sperrung der Wasserstraße hätte katastrophale Folgen für den Welthandel.

Die Furcht vor einer Abriegelung der Straße von Hormus nimmt zu – und damit auch die Besorgnis über die ökonomischen Konsequenzen. Diese könnten deutsche Betriebe empfindlich treffen. Ein düsteres Bild entwirft eine neue Auswertung von Germany Trade & Invest (GTAI), der Außenwirtschaftsagentur des Bundes.

Ein erheblicher Anteil der Öl- und Gas-Einfuhren für Asien hat seinen Ursprung in der Golfregion. Wegen Drohgebärden aus dem Iran und mangelndem Versicherungsschutz umfahren jedoch immer mehr Tanker diese entscheidende Wasserstraße. Die Preise für den Transport per Luftfracht auf der Verbindung Europa-Asien sind laut dem Papier, wie auch die dpa meldet, zuletzt um bis zu 60 Prozent geklettert.

Energiepreise in Asien explodieren

Besonders hart trifft es Nationen, die stark von Energieimporten abhängig sind, wie etwa Japan. Das Land bezieht beinahe sein komplettes Rohöl aus der Region am Golf. In Süd- und Südostasien sind die Konsequenzen laut der Untersuchung schon klar zu sehen: Anziehende Energiepreise und Lieferengpässe setzen der Wirtschaft und den privaten Haushalten zu.

Zahlreiche Regierungen versuchen zwar, durch die Freigabe von Reserven und mit Subventionen gegenzusteuern. Es ist jedoch zu erwarten, dass gestiegene Kosten und eine sinkende Nachfrage den Konsum sowie wichtige Investitionen dämpfen werden. Der Bericht legt nahe, dass sich dies ebenfalls auf die Geschäfte von deutschen Firmen – viele davon Mittelständler – in der Region niederschlagen könnte.

China kommt glimpflicher davon

Als weltgrößter Importeur von Rohöl trifft es auch China. Das Reich der Mitte ist aber durch direkte Pipelines aus Russland und gewaltige eigene Lagerbestände weniger stark von Schiffslieferungen abhängig als zahlreiche Nachbarstaaten. Überdies profitiert China laut der Auswertung vom massiven Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Krise beeinträchtigt aber nicht nur die Energieversorgung. Die Untersuchung von GTAI macht deutlich, dass auch andere bedeutende Wirtschaftszweige unter Druck geraten: Die Herstellung von Chips und Halbleitern in Taiwan, China und Südkorea benötigt Helium, welches vorrangig in Katar gewonnen wird. Ebenso benötigt die Landwirtschaft Grundstoffe für Düngemittel, deren Lieferung über die Golfregion erfolgt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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