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Neues Heiz-Gesetz zerrissenExpertenrat nennt den Entwurf „praxisfern und kaum verständlich“

Lutz Goebel - Normenkontrollrat

Copyright: Bernd von Jutrczenka/dpa

NKR-Chef Goebel: eines der «handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben, die dem Nationalen Normenkontrollrat in den vergangenen Jahren vorgelegt wurden». (Archivbild)

Heftige Klatsche für das neue Heiz-Gesetz.

Eine heftige Watsche für die Bundesregierung: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) wird vom Nationalen Normenkontrollrat (NKR) in der Luft zerrissen. Für die Experten ist das Gesetz, das auch Ihren Heizungskeller betrifft, ein reines Desaster.

Der Chef des NKR, Lutz Goebel, fand gegenüber der „Bild“-Zeitung besonders harte Worte. Er nannte den Gesetzesentwurf eines der „handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben, die dem Nationalen Normenkontrollrat in den vergangenen Jahren vorgelegt wurden“. Ein absolut vernichtendes Urteil.

Expertenrat schlägt Alarm: „Gesetz sorgt für Frust“

Der Entwurf sei „in weiten Teilen kaum verständlich“, heißt es. Für die Menschen, die es angeht, sei er oft ein Buch mit sieben Siegeln. Goebel zufolge kritisieren sogar Fachverbände aus der Heizungsbranche die mangelnde Tauglichkeit für die Praxis und sehen große Probleme bei der Implementierung. Sein klares Fazit: „Genau solche Gesetze tragen zur Frustration vieler Bürgerinnen und Bürger gegenüber Staat und Politik bei.“

Doch wer sind diese Kritiker überhaupt? Der Normenkontrollrat ist keine beliebige Stimme. Es ist ein unabhängiges Gremium aus zehn ehrenamtlichen Beratern. Ihre Mission: Bürokratie abbauen, für bessere Gesetze sorgen und die Verwaltung digitaler machen.

Zusätzliche Bürokratie und Kosten für Eigentümer

Der NKR prangert an, dass das Gesetz obendrein für mehr Bürokratie und höhere Beratungskosten sorgt. Speziell die Verteilung der Nebenkosten, wenn fossile Heizungen installiert werden, sei für unzählige Wohnungseigentümer ohne fremde Hilfe kaum zu bewältigen. Goebels Appell an den Bundestag ist daher unmissverständlich: Der Entwurf muss im parlamentarischen Verfahren komplett überarbeitet und die Vorschläge der Fachverbände geprüft werden.

Was steht im neuen Heiz-Gesetz?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz löst das stark umstrittene Gebäudeenergiegesetz der vorherigen Ampel-Regierung ab, welches von den Unionsparteien massiv angegriffen wurde. Der Kern des alten Gesetzes war die Regel, dass bei neuen Heizungsanlagen der Anteil erneuerbarer Energien bei mindestens 65 Prozent liegen muss.

Mit dem neuen Gesetz der schwarz-roten Koalition bleibt die Installation neuer Gasheizungen erlaubt. Die Bedingung hierfür: Ab 2029 ist die Nutzung eines wachsenden Anteils an CO2-neutralen Brennstoffen vorgeschrieben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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