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Wegen „Beteiligung an Terroranschlägen“Russland bestellt deutschen Botschafter ein

Der russische Präsident Wladimir Putin am 7. Juli im Kreml.

Copyright: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin am 7. Juli im Kreml. 

Russland hat den deutschen Botschafter in Russland einbestellt. 

Nach der Einbestellung des russischen Botschafters in Berlin wegen Cyberangriffen hat Russland den deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff einbestellt.

Das russische Außenministerium teilte am Montag mit, Lambsdorff sei vorgeladen worden. Ihm sei zudem eine Protestnote gegen „die Beteiligung Berlins an den vom Kiewer Regime verübten Terroranschlägen auf zivile Infrastruktur in Russland“ übergeben worden.

Kreml kritisiert militärisches Abkommen zwischen Berlin und Kiew

Lambsdorff sei mitgeteilt worden, „dass die zunehmende Unterstützung Deutschlands für das Kiewer Regime inakzeptabel ist“, erklärte das russische Außenministerium weiter. Dabei verwies das Ministerium in Moskau auf militärische Abkommen zwischen Berlin und Kiew, Waffenlieferungen an die Ukraine und die „Einrichtung von Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ziel, Kräfte und Mittel für Angriffe auf zivile Ziele in Russland zu schaffen“.

Das russische Außenministerium protestierte außerdem gegen „die Versuche Deutschlands, Drittstaaten, einschließlich Vertretern Chinas, vorzuschreiben, wie und in welchem Rahmen sie ihre Beziehungen zu Russland gestalten sollen“. Moskau kritisierte zudem „die Entwicklung der Informations- und Kommunikationsarbeit der deutschen Propaganda hin zu einem Stil, der den schlimmsten Praktiken der Nazi-Propaganda nahekommt“.

„Seit vielen Jahren beobachten wir bösartige Cyberaktivitäten aus Russland“

Das Auswärtige Amt hatte zuvor den russischen Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, einbestellt. „Seit vielen Jahren beobachten wir bösartige Cyberaktivitäten aus Russland gegen Deutschland, gegen die Mitgliedstaaten der EU sowie auch internationale Partner“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Im Onlinedienst X bezeichnete das Auswärtige Amt Cyberangriffe gegen Deutschland, EU-Partner und die Ukraine als „inakzeptabel“. Deutschland beantworte sie „entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen“, erklärte das Ministerium.

Die EU und Großbritannien hatten am Montag wegen russischer Cyberangriffe neue Sanktionen verhängt. Die EU setzte neun Menschen und vier Einrichtungen auf ihre Sanktionsliste, Großbritannien 24 Personen und Einrichtungen. Darunter sind nach Angaben aus Brüssel und London hochrangige Angehörige des russischen Militärgeheimdienstes GRU.

Die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland haben sich seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 stark verschlechtert. Deutschland unterstützt die Ukraine militärisch und finanziell und trägt die Sanktionen der EU gegen Moskau mit. (afp)

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