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Für bestimmtes SzenarioDiktator lässt Atomangriff durch Verfassung festlegen

Die von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 04.09.2025 zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt nach Angaben von KCNA Kim Jong Un, Machthaber in Nordkorea, und den russischen Präsident Wladimir Putin in einem Fahrzeug im Rahmen einer Militärparade zum Gedenken an den 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg.

Copyright: Uncredited/KCNA/KNS/dpa

Kim Jong-un (r.), Machthaber in Nordkorea, und der russische Präsident Wladimir Putin im September 2025

Ein atomarer Vergeltungsschlag, der durch die Verfassung des Landes geregelt ist: Diktator Kim Jong-un hebt seine Drohungen auf eine neue Stufe.

Drohungen gehören für Nordkorea-Diktator Kim Jong-un (42) zum Regierungs-Konzept dazu. Im eigenen Land – aber auch nach außen.

Jetzt wurde auf seine Anweisung eine beunruhigende neue Bestimmung in die Verfassung des Landes integriert. Sollte der Diktator bei einem Angriff ausländischer Gegner getötet werden oder nach einem Angriff handlungsunfähig sein,verpflichtet diese Klausel die Streitkräfte zu einer nuklearen Vergeltungsaktion.

Nordkorea: Atomarer Vergeltungsschlag in Verfassung geregelt

Diese Anpassung der Konstitution wurde einem Bericht des britischen „Telegraph“ nach bereits im März in der Hauptstadt Pjöngjang verabschiedet. Der neu gefasste Artikel 3 legt jetzt klar fest: „Wenn das Führungs- und Kontrollsystem über die Nuklearstreitkräfte des Staates durch Angriffe feindlicher Streitkräfte gefährdet ist, (…) wird automatisch und unverzüglich ein Nuklearschlag eingeleitet.“

Für Andrei Lankov, Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen an der Kookmin-Universität in Seoul, stellt dies eine neue Stufe der Eskalation dar. „Das mag schon vorher gängige Praxis gewesen sein, aber es hat jetzt, da es in der Verfassung verankert ist, an Bedeutung gewonnen“, erläuterte der Experte gegenüber dem „Telegraph“. Man vermutet, dass die Attacke auf den Iran und die Eliminierung des dortigen obersten Führers Ali Chamenei der Anlass für diese radikale Maßnahme gewesen sein könnte.

Lankov schildert die Wahrnehmung in Pjöngjang so: „Der Iran war der Weckruf. Nordkorea hat die bemerkenswerte Effizienz der US-israelischen Enthauptungsangriffe gesehen, die den größten Teil der iranischen Führung umgehend eliminierten, und sie müssen jetzt entsetzt sein.“

Nach Einschätzungen von Geheimdiensten besitzt Nordkorea schon jetzt ein Arsenal von bis zu 60 nuklearen Sprengköpfen sowie etwa 2000 Kilogramm hochangereichertes Uran.

Das ist aber noch nicht alles. Medienberichten nach wurden Abschnitte über eine mögliche Wiedervereinigung mit dem Nachbarn Südkorea vollständig aus dem Grundgesetz entfernt. Zugleich festigte Kim seine persönliche Machtstellung: In seiner Funktion als Vorsitzender der Kommission für Staatsangelegenheiten wird er in der Verfassung jetzt als Staatsoberhaupt mit alleiniger Befehlsgewalt über die Atomstreitkräfte geführt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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