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Beruf vor dem Aus? Deutsche Post will auf diese Art sparen

Das Foto einer Briefträgerin wurde am 09.06.2015 in Erfurt aufgenommen.

In Zukunft wird es weniger Briefträgerinnen und Briefträger geben. Die Deutsche Post muss umstrukturieren. Das Foto einer Briefträgerin wurde am 09.06.2015 in Erfurt aufgenommen.

In Zukunft wird es wohl weniger Briefträgerinnen und Briefträger geben. Die Deutsche Post will umstrukturieren.

Den Postboten oder die Postbotin, den oder die man vielleicht schon seit Jahren kennt und immer nett grüßt, gibt es so vielleicht bald nicht mehr. Den einen oder anderen Vierbeiner wird diese Nachricht vielleicht freuen – die Belegschaft der Post sicher weniger.

Doch was ist der Grund für die Personaländerung? Die Deutsche Post will laut einem Medienbericht die Zustellung von Briefen und Paketen stärker miteinander verbinden. Im Jahr 2025 sollen mindestens 75 Prozent der Paketsendungen zusammen mit Briefsendungen zugestellt werden, wie die „Welt am Sonntag“ („WamS“) unter Berufung auf einen „Planungsleitfaden Zustellnetz der Zukunft“ der Post berichtete.

Gibt es bald keine Briefträgerinnen und Briefträger mehr?

Die Zustellarbeit zu Fuß oder per Fahrrad in den Stadtrandbereichen werde dann auf den Autotransport umgestellt und mit der Paketlieferung verbunden.

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Geplant sei die „deutliche Ausweitung der Verbundzustellung in die suburbanen Bereiche“, zitierte die Zeitung in ihrem am 19. Februar 2022 vorab veröffentlichten Bericht aus dem Papier. Heute arbeitet dem Bericht zufolge rund die Hälfte der insgesamt fast 120.000 Postzusteller in dieser Form, der Rest verteilt sich auf die getrennten Briefträgerinnen, Briefträger, Paketbotinnen und Paketboten.

Deutsche Post streitet Job-Abbau ab

Im Jahr 2010 kamen bei der Post rein rechnerisch 20 Briefe auf eine Paketsendung, wie die „WamS“ aus dem Leitfaden zitierte. 2030 würden noch drei Briefsendungen auf ein Paket entfallen.

Das mache es aus Sicht des Bonner Konzerns wirtschaftlich notwendig, die Arbeit zusammenzulegen. Einige Konsequenzen werden in dem Papier benannt: „Anstieg körperliche Belastung“ etwa oder „Sicherung Vollzeitarbeitsplätze in Briefzustellung schwierig“.

Die Zukunftsängste unter Beschäftigten sind groß. „Natürlich führt das zu Einsparpotenzial“, sagte die Vorsitzende der Fachgewerkschaft DPVKOM, Christina Dahlhaus, der „WamS“.

Arbeitsverdichtung habe bei der Post bisher immer zu Personalabbau geführt. Die Deutsche Post bestreitet einen geplanten Jobbaubau. „Durch die Verbundausweitung wird sich die Zahl unserer Zustellkräfte nicht grundlegend verändern“, sagte ein Konzernsprecher dem Blatt. (dpa, jba)

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