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Heftige Attacken gegen BackhausWar Wal „Timmy“ nur ein PR-Opfer?

Der Wal lag in einem gefluteten Lastschiff, hier kurz vor der dänischen Grenze (Aufnahme aus einem Flugzeug).

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Der Wal lag in einem gefluteten Lastschiff, hier kurz vor der dänischen Grenze (Aufnahme aus einem Flugzeug). (Archivbild 29. April 2026)

Aktualisiert:

PR-Eklat um Timmy: Hat der Minister die Wal-Rettung nur für eigene Aufmerksamkeit genutzt?

Der „Timmy“-Krimi wird zum politischen Beben! Während Deutschland weiterhin um den verschollenen Buckelwal bangt, stellt die Opposition im Landtag jetzt eine brennende Frage: Wurde der leidende Riese schamlos für den Wahlkampf missbraucht?

Die CDU geht auf die Barrikaden. Der Vorwurf: Umweltminister Till Backhaus (SPD) habe sich als „Wal-Retter“ inszeniert, um vor der Landtagswahl im Herbst glänzende Fotos zu sammeln. CDU-Landeschef Daniel Peters knallhart zu „BILD“: „Viele Fotos von Schwesigs fleißigstem Minister – das war wohl das Ziel.“ Und legt dann noch nach: „Bei der Bergung des Wals ist politischer Aktionismus des Ministers über fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse gestellt worden.“

„Watergate an der Waterkant“: Die 10-Fragen-Abrechnung

Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht am Morgen vor einer Besprechung mit der privaten Initiative im Hafen auf der Insel Poel mit Medienvertretern.

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Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht am Morgen vor einer Besprechung mit der privaten Initiative im Hafen auf der Insel Poel mit Medienvertretern. (Archivbild vom 28. April 2026)

Mit einer Kleinen Anfrage will die CDU den Minister jetzt grillen. Die Kernfragen des „Wal-Kampfes“:

Amtsanmaßung? War Backhaus überhaupt zuständig oder hat er sich nur für die Kameras vorgedrängelt?

Umweltsünden? Warum durfte für Timmy in einem Naturschutzgebiet gebaggert werden, während sonst jede Unke Bauprojekte stoppt?

Der Sinneswandel: Erst sagte Backhaus, der Wal sei unheilbar – dann sprang er für die Millionen-Show der Retter doch im Neoprenanzug ins Wasser. Warum?

Über allem steht die Kernfrage: Hatte die Rettung jemals eine Chance oder war Timmy nur ein Statist in einer sündhaft teuren SPD-Werbekampagne? Während der Wal vermutlich längst tot am Meeresgrund liegt, muss Backhaus nun innerhalb von 20 Tagen die Karten auf den Tisch legen. Der Vorwurf der „Inszenierung“ wiegt schwer – für den Minister könnte es jetzt ungemütlich eng werden!

Statue für Buckelwal „Timmy“

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD, r) geht durch das Wasser zum gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel.

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Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD, r) geht durch das Wasser zum gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel. (Archivbild vom 26. April 2026)

Doch als wäre die politische Schlammschlacht nicht schon genug, setzt der Minister jetzt noch einen drauf: Eine lebensgroße Bronzestatue auf der Insel Poel soll das Wal-Drama für die Ewigkeit verewigen. Backhaus schwärmt laut „ZDF heute“ bereits von einem Mahnmal mit „Symbolkraft für die ganze Welt“, das genau dort entstehen könnte, wo Timmy wochenlang im Schlamm festsaß.

Während aus dem Ministerium bestätigt wird, dass man sich ein solches Denkmal grundsätzlich vorstellen könne, schütteln Kritiker nur noch den Kopf. Es wäre die bizarre Krönung dieser Geschichte: Ein Denkmal aus Metall für einen Wal, dessen wahres Schicksal die Retter bis heute wie ein Staatsgeheimnis unter Verschluss halten. (jag)

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Amok-Alarm in Iserlohn

Hunderte Schüler und Lehrer in Klassenräumen eingeschlossen