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Hype um Nazi-SchatzNiederlande rätseln: Wo liegen die Millionen-Juwelen?

Eine vom Nationalarchiv der Niederlande während des jährlichen Open Access Day veröffentlichte, fast 80 Jahre alte Karte zu einem möglichen Nazi-Schatz im Dorf Ommeren.

Das Nationalarchiv der Niederlande hat während des jährlichen Open Access Day eine fast 80 Jahre alte Karte zu einem möglichen Nazi-Schatz im Dorf Ommeren veröffentlicht.

In den Niederlanden ist ein regelrechter Hype um einen Nazi-Schatz ausgebrochen. Schatzsucher suchen seit Tagen nach Juwelen im Wert von mehreren Millionen Euro.

Eine fast 80 Jahre alte Karte hat in den Niederlanden ein Schatzfieber ausgelöst. Im Dorf Ommeren im Südosten des Landes nahe der deutschen Grenze graben seit Tagen Schatzsucher aus dem ganzen Land nach einem angeblich dort versteckten Nazi-Schatz.

Deutsche Soldaten sollen dort am Ende des Zweiten Weltkrieges am Fuße von drei Pappeln vier Kisten voll Juwelen, Münzen und Schmuck vergraben haben. Die Skizze zum Versteck hatte das Nationale Archiv nun veröffentlicht – mit dem gesamten Dossier zu dem kuriosen Fall.

Niederlande im Goldfieber: Nazi-Schatz in Ommeren?

Der deutsche Helmut Sonder aus Baden-Baden hatte 1946 ausgesagt, dass er mit Kameraden die Juwelen gefunden hatte. Bei einem Luftangriff war eine Bank in Arnheim 1944 getroffen worden. Dabei soll auch ein Safe zerstört worden sein. Der Inhalt: Gold, Diamanten, Schmuck, Spieluhren, Münzen. Möglicherweise bis zu elf  Millionen Euro wert, vermutet das Nationale Archiv. Sonder, der damals in Arnheim stationiert war, versteckte den Schatz nach eigenen Angaben mit seinen Kameraden in Munitionskisten und vergrub sie im Frühjahr 1945.

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Niederländische Behörden ordneten bereits 1946 eine Suche nach dem vermeintlichen Schatz an, wie aus dem Dossier hervorgeht. Vergeblich. Dann wurde Sonder geholt, um die Stelle anzuweisen. Am 22. Juni 1947 stach er selbst den Spaten in die Erde bei den Pappeln – doch fand nichts weiter als Erde. Er selbst vermutete, dass sein früherer Oberfeldwebel heimlich zurückgekehrt sei und den Schatz gehoben habe. Eine internationale Fahndung blieb aber erfolglos.

Historiker und auch die Behörden bezweifeln, dass die Juwelen in Ommeren sind. Zumal in fast 80 Jahren niemand den Verlust von Juwelen gemeldet hatte.

Davon aber lassen sich Amateur-Schatzsucher nicht abhalten. Und auch nicht davon, dass die Landschaft nun ganz anders aussieht. Die drei Pappeln jedenfalls stehen nicht mehr. Die Polizei warnt allerdings, dass Graben und auch die Suche mit Metalldetektoren verboten sei. Die Schatzsucher könnten nämlich auf etwas ganz anderes stoßen: Deutschen hatten im Boden von Ommeren nämlich Minen vergraben. (dpa)