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Dank Spur in NRWPolizei nimmt Sprengbande fest – auch Frau dabei

Ein Flatterband der Polizei sichert nach einer Explosion in einer Bankfiliale den Tatort.

Die Sprengung eines Geldautomaten am 5. März 2024 in Solingen war der Auslöser.

Schlag gegen die organisierte Kriminalität: Die Polizei hat eine mutmaßliche Bande von Geldautomatensprengern festgenommen.

Sie jagen Geldautomaten in die Luft, nehmen auch in Kauf, dass Menschen dabei zu Schaden kommen: Jetzt hat die Polizei eine mutmaßliche Sprenger-Bande zerschlagen!

Wie am Donnerstag (28. August 2025) bekannt gegeben wurde, sind bereits am 19. August vier Tatverdächtige in Österreich festgenommen worden. Die Ermittlungen unter der Leitung der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft begannen 2024 – damals waren nach einer Geldautomaten-Sprengung in Solingen die Ermittlerinnen und Ermittler auf eine heiße Spur gestoßen. 

DNA-Spur aus Solingen führte zu den Verdächtigen

Am Tatort der Sprengung, die am 5. März 2024 passierte, konnte eine DNA-Spur gesichert werden. Die führte das Ermittlungsteam in die Niederlande.

In Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden wurden zwei Männer (28, 32) als Hauptverdächtige identifiziert. Ihnen werden insgesamt sechs Taten in Solingen, Bottrop, Ennigerlohe, Medebach sowie zwei in Österreich zur Last gelegt. Die Beute: eine mittlere sechsstellige Summe. Zudem verursachten die Explosionen immense Gebäudeschäden.

Da die Bande offenbar auch in Österreich aktiv war, schlossen sich die dortigen Behörden den Ermittlungen an. Ende Juli 2025 konnte so festgestellt werden, dass mehrere Verdächtige, darunter die beiden mutmaßlichen Haupttäter, erneut nach Österreich einreisten. Als schließlich erneut ein Geldautomat in die Luft flog, diesmal in Hofkirchen, nahmen österreichische Spezialeinheiten die insgesamt vier Tatverdächtigen fest.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um die beiden 28 und 32 Jahre alten niederländischen Staatsangehörigen, einen 19-jährigen Deutschen aus Bochum und eine 25 Jahre alte Niederländerin. Gleichzeitig wurden Objekte in Bochum und den Niederlanden durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Die internationale Zusammenarbeit, die von Europol unterstützt wurde, führte zum Erfolg. Gegen die vier Festgenommenen wurden Haftbefehle erlassen. Die Auswertung der Beweismittel dauert an. (red)