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Köln hat entschieden„Die Besten“ 2026: Das sind die drei Sieger-Unternehmen

Preisverleihung „Die Besten“ im Sachsenturm in Köln.

Copyright: Ralf Juergens

Zum 14. Mal wurden am Dienstagabend (28. April 2026) drei Kölner Unternehmen als „Die Besten“ gekürt. Moderiert wurde die Verleihung von Frauke Ludowig (4.v.r). Gefeiert wurde im Sachsenturm der Blauen Funken, die Präsident Björn Griesemann (3.v.r.) vertrat.

Zum 14. Mal fand die Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Besten“ statt. Drei Kölner Betriebe des Mittelstands wurden in den Kategorien Handwerk, Handel und Gastronomie ausgezeichnet.

Sie brennen für das, was sie tun, vergessen nicht die Tradition, erfinden sich dennoch immer wieder neu. Sie sind die Top-Stars des Kölner Mittelstands und strahlende Beispiele dafür, was eine Stadt lebenswert macht.

Einst war es ein Programmpunkt beim Kölner Neujahrsempfang, die Vielfalt und Stärke des Kölner Mittelstands auszuzeichnen. Doch am Dienstagabend (28. April 2026) wurde bereits zum 14. Mal der blaue Teppich für „Die Besten“ ausgerollt. TV-Moderatorin Frauke Ludowig führte durch die Verleihung.

Die Besten: Über 500 Kölner Unternehmen wurden nominiert

„Der Kölner Mittelstand bildet das Fundament unserer Stadt und steht zeitgleich für Tradition und den Mut zur Erneuerung“, sagte Geschäftsführer Timo von Lepel von Hauptsponsor NetCologne. „Viele Betriebe sind seit Generationen Teil der Stadtgeschichte, schaffen Arbeitsplätze und bilden aus. Wir geben ihnen die Bühne, die sie verdienen.“

Schon 66 Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren ausgezeichnet, nun kamen drei weitere hinzu. Zwei Monate lang hatten die Kölner Bürgerinnen und Bürger über 500 Vorschläge nominiert. Nach dem Voting und der Beurteilung durch die jeweilige Fachjury wurden im Sachsenturm der Blauen Funken die Preise vergeben.

In der Kategorie Handel nahm Nadine Pick von „Spielbrett“ (Engelbertstr. 5) den Preis entgegen. Die fast 50-Jährige übernahm vor 22 Jahren das Geschäft, in dem sie aktuell rund 25.000 Spiele führt, zwei Drittel davon als Second-Hand-Ware.

Nadine Pick präsentiert Spiele.

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Nadine Pick führt in ihrem Geschäft „Spielbrett“ rund 25.000 Spiele.

„Wir benötigen Orte, die mehr sind als Verkaufsfläche“, sagte Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbands NRW Aachen-Düren-Köln. Beratung, persönliche Ansprache und Nachhaltigkeit würden bei „Spielbrett“ gelebt.

Die Inhaberin berichtete von einem großen Zulauf. „Während Corona waren wir die echten Gewinner. Außerdem macht die Digitalisierung einsam. Es gibt nichts Geselligeres, als sich mit Freunden an einen Tisch zu setzen und zu spielen. Wichtig ist es, gerade in Zeiten von Preisdumping und Online-Handel, ein Erlebnis zu verkaufen.“ Zur Belohnung für die Auszeichnung lädt die Inhaberin nun ihr Team ins Phantasialand ein.

Das Team von „Sehbegleiter Bruckmann Augenoptik“.

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Das Team von „Sehbegleiter Bruckmann Augenoptik“ versteht sich nicht nur als klassisches Optikerfachgeschäft.

Der enge Kontakt zur Kundschaft ist auch für das Team „Sehbegleiter Bruckmann Augenoptik“ (Venloer Str. 666) ganz entscheidend. „Da arbeitet nicht nur einer einen Auftrag ab, er macht es mit Leidenschaft und nimmt sich Zeit. Handwerk ist Zukunft, wenn es mit Haltung und Herz gemacht wird“, lobte Kreishandwerkermeister Nicolai Lucks.

Seit 1954 folgen die Augenoptikermeister im Familienbetrieb einem Prinzip. „Wir nehmen uns sehr viel Zeit, ermitteln Daten und betrachten das Sehen ganzheitlich“, sagt Peter Bruckmann. Gutes Sehen sei kein statischer Zustand, sondern verändere sich im Laufe des Lebens. „Ich liebe das, was ich den ganzen Tag mache“, sagte der Senior-Chef. 1000 Euro Preisgeld sowie einen Imagefilm erhielt er wie alle Gewinner.

Nina Luig mit Küchenchef Gregor Kühn und Schiffsmanagerin Michele Hanck.

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KD-Geschäftsführerin Nina Luig (r.) mit ihrem Küchenchef Gregor Kühn und Schiffsmanagerin Michele Hanck.

Als „Die Besten“ in der Sparte Gastronomie durfte sich die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt (KD) feiern lassen. Passend im Jahr des 200. Jubiläums sieht Geschäftsführerin Nina Luig den Preis als tollen Ansporn, weiter am Transformationsprozess zu arbeiten. „Ich liebe es, Menschen eine gute Zeit zu bereiten und bin gerne Gastgeberin“, sagt die Herrin über 15 Schiffe und 350 Mitarbeitende. „Wir stehen dafür, Menschen zusammenzubringen, und ermöglichen Erlebnisse.“

Laudatorin Anna Heller von der Dehoga Nordrhein lobte die unglaubliche Bandbreite an Gastronomiekonzepten vom Drei-Gang-Menü bis zur Pommes rut-wiess auf den Schiffen. „KD, das ist nicht nur Kartoffelsalat mit Würstchen und ein Stück Kuchen. Wir haben den Mut, uns immer wieder neu zu erfinden und die Gastronomie konsequent weiterzuentwickeln“, sagte Luig. „Unser Anspruch ist es, nicht nur ein Gastgeber, sondern ein Gastgeber von Herzen zu sein.“

Anna Harutyunyan (53) wohnt in der Osloer Straße 6. Von ihrem Balkon blickt sie direkt auf ein Baugerüst.

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