Drama auf dem Rhein: Ein Kreuzfahrtschiff mit über 100 Menschen an Bord ist bei Bonn auf einer Sandbank gestrandet.
Drama auf dem RheinHotelschiff mit über 100 Menschen bei Bonn gestrandet

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Das Schiff Thurgau Gold liegt quer auf dem Rhein auf einer Sandbank auf.
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Mitten in Bonn sitzt ein Kreuzfahrtschiff auf dem Rhein fest! Über 100 Menschen an Bord. Der Grund ist die extreme Trockenheit.
Ein Hotelschiff ist am Donnerstagvormittag (16. Juli) bei Bonn auf dem Rhein gestrandet. Das unter Schweizer Flagge fahrende Passagierschiff löste unweit der Kennedybrücke, auf Höhe der Bonner Oper, einen Großeinsatz von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr aus.
Hotelschiff steckt vor Bonner Oper fest
Nach dem Zwischenfall lag das Schiff beinahe quer im Fluss. Der Kapitän bemühte sich zunächst vergeblich, das havarierte Kreuzfahrtschiff aus eigener Kraft zu befreien. Eine zufällig nahe Einheit der Feuerwehr übernahm die Einsatzleitung. Einsatzleiter Manuel Schönen erklärte dem WDR, dass sich das Schiff wegen des Niedrigwassers festgefahren hatte.
Insgesamt waren 75 Reisende und 40 Besatzungsmitglieder an Bord. Das Hotelschiff war auf seiner Reise nach Basel und sollte am Donnerstagmorgen in der Bundesstadt anlegen.
Ein Schlepper wurde angefordert, um das Passagierschiff wieder freizuschleppen. Dessen Ankunft wurde jedoch erst für den Nachmittag erwartet. Die Verkehrsregelung auf dem Rhein wurde vorläufig von einem größeren Feuerwehrboot übernommen, wie auch Radio Bonn/Rhein-Sieg berichtete.

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Ein Feuerwehrmann schaut in Richtung des havarierten Schiffes Thurgau Gold auf dem Rhein in Bonn.
Der Tiefgang des havarierten Schiffes beträgt 1,60 Meter. An der Unglücksstelle wurde von der Feuerwehr eine Wassertiefe von lediglich zwei Metern gemessen. Die schmale Fahrrinne des Rheins war durch das Niedrigwasser infolge der anhaltenden Trockenheit teilweise blockiert.
Die Feuerwehr hatte schon bei einer anderen Gelegenheit vor den Risiken des niedrigen Rhein-Pegels gewarnt: „Schon Planschen in Ufernähe ist lebensgefährlich“.
Hintergrund: Trockenheit legt Rhein lahm
Der Rhein kämpft momentan mit extrem niedrigen Pegelständen, was auf die andauernde Trockenheit zurückzuführen ist. Das beeinträchtigt nicht nur den Freizeit- und Güterverkehr, sondern verschärft die Lage für Flusskreuzfahrten erheblich. Der Vorfall in Bonn verdeutlicht, wie kritisch die Situation für größere Wasserfahrzeuge mittlerweile ist.
Während der Bergungsmaßnahmen wurden andere Wasserfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr behutsam an der Unglücksstelle vorbeigelotst – fast im Schritttempo. Mehrere kleine Boote waren im Einsatz, um den Schiffsverkehr auf dem Fluss zu lenken.
An dem Schiff wurde nach dem Vorfall kein Leck entdeckt. Andere Wasserfahrzeuge konnten mittlerweile wieder normal in beide Richtungen passieren. Unterdessen fanden sich auf der Kennedybrücke zahlreiche Schaulustige ein, um das Spektakel mitzuverfolgen. (red)

