So niedrig war der Rhein lange nicht – ein Foto aus Niehl sorgt für Diskussionen. Was dahintersteckt und warum Experten eindringlich warnen.
Gefährliches FotoSo niedrig ist der Rhein in Köln – eine Frage stellt sich

Copyright: Rolf N.
Ein Mann steht bei Niedrigwasser im Rhein in Köln-Niehl. Könnte man durch den Fluss laufen?

Dieses Foto sorgt gerade für Aufsehen: Mitten im Rhein, auf Höhe des Parkplatzes Molenkopf in Köln-Niehl, steht offenbar ein Mann im Wasser – so, als könnte man den Fluss einfach durchqueren.
Aufgenommen hat das Bild Rolf N. Er versichert gegenüber EXPRESS.de: „Es ist kein Fake.“ Wer auf dem Foto zu sehen ist, ist nicht bekannt.
Kann man bei Niedrigwasser durch den Rhein laufen?
Der Grund für das ungewöhnliche Bild: Der Rhein führt gerade extrem wenig Wasser. Am Samstagmorgen (4. Juli) wurde um 11 Uhr am Kölner Pegel ein Wasserstand von nur 1,48 Metern gemessen.
Aber kann man durch den Rhein laufen? Von Uferseite zu Uferseite? Theoretisch – aber niemals in der Praxis!
Selbst bei einem Pegel von nur noch 77 Zentimetern, gibt es noch die Fahrrinne für die Schiffe und Fähren, die in Köln rund einen Meter tiefer ist als der übrige Flussgrund. In der Fahrrinne würde der Wasserstand also 1,77 Meter betragen.
„Durchzulaufen, wäre lebensgefährlich“, warnen die Stadtentwässerungsbetriebe der Stadt Köln (StEB). „Denn die Fließgeschwindigkeit des Flusses verringert sich mit sinkenden Pegeln nicht.“
Sprich: Auch wenn der Rhein an manchen Stellen zum Spaziergang einzuladen scheint – die Strömung und die Tiefe bleiben tückisch.
Generelles Badeverbot in Köln – 1000 Euro Bußgeld
Für den Rhein gilt ohnehin ein generelles Badeverbot in Köln. Wer trotzdem in den Rhein geht, dem droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 1000 Euro. Darauf weist die Stadt Köln eindringlich hin.
Als Baden im Rhein gilt das planmäßige Verweilen in mehr als knöcheltiefem Wasser. Das Ordnungsamt führt regelmäßig Kontrollen entlang des Rheins durch.
