Ein Schwimmer im Rhein hat nicht nur bei der Kölner Feuerwehr für Fassungslosigkeit gesorgt.
Kölner Feuerwehr fassungslosMann schwimmt in Fahrrinne und sagt „nein, danke“

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Ein Schwimmer im Rhein (links vom Boot) hat am Dienstagnachmittag (14. Juli 2026) für einen Großeinsatz in Köln gesorgt.
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Unzählige Wirbel, Strudel, starke Unterströmungen: Der Rhein ist lebensgefährlich. Daher gilt ein Badeverbot unter Androhung von Bußgeldern. Interessiert einige aber nicht.
Jetzt ist es zu einem Vorfall gekommen, den die Kölner Feuerwehr mit „Kannste dir nicht ausdenken“ überschreibt.
Schwimmer im Rhein will sich nicht retten lassen
Am Dienstagnachmittag (14. Juli) gegen 16 Uhr meldete ein Passagier eines KD-Schiffes eine Person im Rhein, Höhe Zoobrücke. Dass da tatsächlich jemand schwimmt, bekam die Feuerwehr kurz darauf durch einen zweiten Anruf eines ehemaligen Kollegen bestätigt.
Jetzt galt es für die Einsatzkräfte, keine Sekunde zu verlieren. Ratzfatz waren sie mit dem Rettungsboot bei dem Schwimmer. Doch der sorgte für Fassungslosigkeit. Denn als sie ihn aus dem Wasser retten wollten, weigerte sich der Mann. „Er wollte nicht in das Boot rein“, so Wehrsprecher Ulrich Laschet gegenüber EXPRESS.de.

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Einsatz am Dienstag (14. Juli 2026) in Köln: Wegen eines Schwimmers waren Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und DLRG am und auf dem Rhein.
Auch gegenüber der Wasserschutzpolizei, die mit ihrem Boot dazukam, blieb der Schwimmer renitent und winkte mit einem „nein, danke“ ab. Und das, obwohl er in akuter Lebensgefahr schwebte. Denn er schwamm mitten in der Fahrrinne.
„Bei aktuellem Niedrigwasser bedeutet das für die Berufsschifffahrt: ausweichen, und zwar auf engstem Raum. Kein leichtes Manöver für die großen Frachter“, erklärt die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite.
Am Ende sprang ein Strömungsretter selbst ins Wasser und zog den Schwimmer aus dem Rhein.
Unter dem Facebook-Beitrag der Kölner Feuerwehr häufen sich die Kommentare. In fast allen wird gefordert, dass der Mann den Einsatz bezahlen muss. Doch warum er sich nicht retten lassen wollte, ist noch unklar. Er kam anschließend in ärztliche Behandlung. Feuerwehrsprecher Laschet: „Es wird momentan geklärt, ob er eine psychische Erkrankung hat.“
Sollte das der Fall sein, wird er nicht für die Einsatzkosten belangt. Sollte er jedoch zurechnungsfähig sein, würden, so Ulrich Laschet, alle Register gezogen. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und DLRG waren wegen des langen Einsatzes mit insgesamt 55 Kräften, 15 Fahrzeugen, einem Rettungs-, einem Lösch- und einem Polizeiboot sowie einem Hubschrauber im Einsatz.
Laschet schätzt die Kosten auf mindestens einen hohen vierstelligen Betrag. Dazu käme ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro wegen Verstoßes gegen das Badeverbot.
Köln: Badeverbot, weil zu viele schon starben
Das strikte Badeverbot gilt in Köln seit September letzten Jahres, nachdem es zu zahlreichen tödlichen Badeunfällen im Rhein gekommen war. Unter anderem ertrank Mitte August 2025 ein Familienvater (47), er war bei Rodenkirchen von der Strömung mitgerissen worden. Wenig später badeten an der Stelle wieder sorglose Menschen.
Nach dem aktuellen Einsatz appelliert die Kölner Feuerwehr erneut: Bitte bleibt aus dem Wasser! Starke Strömungen, Sog durch Schiffe, kalte Wassertemperaturen und schlechte Sicht machen den Fluss zur tödlichen Falle auch für gute Schwimmerinnen und Schwimmer. (iri)
