Ungeplanter Zwischenstopp: Die „Viking Einar“ strandete wegen des niedrigen Pegels. Verletzt wurde niemand.
Schreck für PassagiereKreuzfahrtschiff läuft in Köln auf Grund

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Ein Kreuzfahrtschiff ist am Montag (29. Juni) am linken Rheinufer in Köln auf Grund gelaufen.
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Knapp 200 Passagiere einer Fluss-Kreuzfahrt haben am Montag (29. Juni) einen ungeplanten Stopp eingelegt: Am Morgen lief ihr Schiff in Köln auf Grund. Bei einem Manöver direkt vor der Kaimauer auf Höhe des Schokoladenmuseums kam es zu dem Zwischenfall, bei dem niemand verletzt wurde. Am Montagabend soll versucht werden, das Schiff freizubekommen.
Havarie auf Rhein: „Viking Einar“ soll freigeschleppt werden
Nach Informationen der Wasserschutzpolizei in Köln lief die „Viking Einar“ der Reederei Viking River Cruises gegen 9 Uhr auf Höhe Am Leystapel wegen des niedrigen Rheinpegels von 1,24 Meter auf eine Sandbank auf. Der 37-jährige Schiffsführer versuchte zunächst eigenständig, das deutlich nach Backbord geneigte Schiff wieder freizubekommen, was jedoch nicht gelang. Seitdem liegt es quer im Fluss. Der normale Rheinpegel liegt bei 3,20 Meter, der Rhein führt jedoch schon seit geraumer Zeit wenig Wasser.
Das Schiff liegt mit dem Heck auf, seine Bugspitze touchierte die Kaimauer. Gerammt wurde diese allerdings nicht. Die Havarie ereignete sich im Bereich der Deutzer Platte an Rheinkilometer 687,6. Die Schifffahrt auf dem Rhein konnte normal weiterlaufen.
Die Sprecherin der Wasserschutzpolizei geht nicht davon aus, dass durch das Auflaufen Schäden am 134 Meter langen Schiff entstanden sind. Ein Wassereinbruch wurde nicht gemeldet. Der Schiffsführer musste ein Verwarngeld bezahlen.

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Die „Viking Einar“ an der Ufermauer in Köln
Am Montagabend soll die „Viking Einar“ bei einem „Turn-Versuch“ mithilfe eines zweiten Schiffs freigeschleppt werden. Die rund 190 Passagiere und die Crew befinden sich an Bord. Unklar war, ob sie ihren Köln-Ausflug bereits hinter sich hatten oder die Stadt noch besichtigen wollten.
Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ist die Rheinschifffahrt derzeit nicht wegen des niedrigen Pegels gesperrt. Eine komplette Sperrung erfolgt ohnehin nicht bei einem festen Pegelstand, sondern hängt von den Betriebsbedingungen ab. In extremen Fällen (wie 2022 und 2018) kann die Schifffahrt faktisch zum Stillstand kommen, wenn der Pegel über längere Zeit unter 75 cm bleibt. (cme)
