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Bagger stehen stillSensationsfund unter Straße in Bonn legt alles lahm

Bunker in Bonn-Tannenbusch entdeckt

Copyright: Wim de Vries / Facebook

Bei Sanierungsarbeiten in Bonn-Tannenbusch ist eine Bunkeranlage entdeckt worden.

Sensationsfund in Bonn! Ein alter Bunker legt eine Baustelle lahm.

In Bonn-Tannenbusch wurde bei Erneuerungsarbeiten eine unterirdische Anlage gefunden. Daraufhin sind die Bauvorgänge bis auf Weiteres unterbrochen worden. Die Fortsetzung ist erst zu einem späteren Termin vorgesehen.

Die Berta-Lungstras-Straße im Stadtteil Tannenbusch ist bereits seit Montag (4. Mai) eine Baustelle. Geplant war die komplette Erneuerung der 450 Meter langen Fahrbahn. Zusätzlich sollten angrenzende Einmündungen und Haltestellen barrierefrei gestaltet werden.

War der Bunker wirklich eine Überraschung?

Nach Auskunft der Stadtverwaltung Bonn wurde die Bunkeranlage am Dienstag (9. Juni) aufgedeckt und in Teilen freigelegt. Der Eingang lag unterhalb der Fahrbahnoberfläche. Unklar war anfangs, welche Ausmaße die Konstruktion hat.

Warum die Stadt Bonn das Bauwerk als „Entdeckung“ bezeichnete und anscheinend keine Kenntnis davon hatte, blieb zunächst im Dunkeln. Eine Presseanfrage dazu war am Donnerstag (11. Juni) laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ noch nicht beantwortet.

„Wie kann man einen Bunker vergessen?“

In den sozialen Medien zeigten sich viele Nutzer verwundert über den angeblich plötzlichen Fund. Es sei doch allgemein bekannt, dass sich in Tannenbusch an der Berta-Lungstras-Straße ein Schutzraum befindet, merkten einige an. Ein User teilt in einer Social-Media-Gruppe mit: „Meine Mutter, meine Tante und mein Onkel waren mit Oma und Opa bei jedem Fliegeralarm drinnen“.

Ein anderer Nutzer wird noch deutlicher: „Bei allem Verständnis, aber wie kann denn bitte das Wissen um einen alten Bunker verloren gehen? Das Ding ist ja keine Privatanlage, sondern muss vom RLB geplant und beauftragt worden sein. Die Aufschüttung erfolgte beim Neubau der Straße, und auch da müssen Pläne vorgelegen haben. Irre…“

Andere Kommentatoren nehmen die Behörden jedoch in Schutz und merken an, dass Unterlagen aus der Kriegszeit abhandenkommen können. Die Digitalisierung habe außerdem zu einer lückenhaften Katalogisierung beigetragen.

„Historisch interessant, aber unangenehm“

Ein Anwohner kann die Aufregung wiederum nicht nachvollziehen. In seiner Nachbarschaft sei seit Jahrzehnten geläufig, dass unter den Gebäuden Schutzanlagen existieren.

Andere Nutzer zeigten sich hingegen fasziniert. „Wow, spannend“, schreibt eine Userin. Ein weiterer meint dazu: „Nach einer Bauakteneinsicht zu einem verkaufenden Objekt wundert es mich nicht, dass dort Stollen und Bunkeranlagen zu finden sind. Trotzdem ein historisch interessanter Fund, jedoch mit unangenehmen Auswirkungen, insbesondere für die Anlieger.“

Wie es an der Baustelle weitergehen soll, war am Donnerstag (11. Juni) noch nicht geklärt. Derzeit wird der Zustand des Bunkers vom Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR) begutachtet und dokumentiert.

Die Stadt Bonn erklärte dazu: „Das weitere Vorgehen wird zwischen der Unteren Denkmalbehörde, dem LVR, dem Tiefbauamt als Bauherr und der beauftragten Baufirma abgestimmt“.

Man prüfe nun, auf welche Weise die verbliebenen Teile der Anlage eventuell erhalten werden können. Zudem wird geklärt, welche Schritte für eine Dokumentation notwendig sind. Das Ziel sei jedoch, die Baumaßnahme schnellstmöglich wieder aufzunehmen, so die Stadt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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