Alarm in Nippes! Im beliebten Johannes-Giesberts-Park könnten noch Bomben aus dem Krieg liegen. Bevor der Park umgebaut wird, muss er deshalb komplett gesperrt werden.
Bomben-Angst in KölnBeliebter Park in Nippes muss wochenlang schließen

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Der Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes wird ab Sommer umgebaut (Archivfoto aus März 2025).
Der Johannes-Giesberts-Park, eine beliebte Anlage in Köln-Nippes, sollte eigentlich verschönert werden. Doch bevor die Verwaltung neue Bäume setzen, Pfade aufbrechen und weitere Spazierrouten schaffen kann, steht eine Untersuchung auf Kampfmittel an. Aus diesem Grund bleibt die Anlage ab Freitag, 12. Juni, für die Öffentlichkeit geschlossen.
Die Begründung für diese drastische Maßnahme liefert die Stadtverwaltung: Die unmittelbare Nachbarschaft zu den früheren Clouth-Werken ist das Problem. Dieses Areal wurde im Zweiten Weltkrieg massiv aus der Luft angegriffen. Spezialisten von der Kampfmittelbeseitigung der Bezirksregierung Düsseldorf gehen daher davon aus, dass sich noch viele unentdeckte Bomben im Erdreich befinden. Laut Angaben der Stadt existieren über 150 Verdachtspunkte in und nahe der Grünanlage, die jetzt genau untersucht und freigelegt werden sollen.
Bomben-Entschärfung schon im Juli?
Eine nur teilweise Sperrung der Anlage ist leider keine Option, weshalb der Park für einige Wochen komplett dichtgemacht wird. Falls bei den Arbeiten tatsächlich Bomben auftauchen, würde der Kampfmitteldienst Rheinland die Entschärfung für Montag, den 13. Juli, ansetzen. Das könnte bedeuten, dass das umliegende Gebiet evakuiert werden muss.
Wie groß der Sperrkreis ausfällt, hängt von der Beschaffenheit der Bombe ab – also von Typ, Dimension und Masse. Besonders heikel: Sogar die Kinderklinik an der Amsterdamer Straße liegt möglicherweise im Gefahrenbereich. Die Stadt hat angekündigt, rechtzeitig über eventuelle Evakuierungsmaßnahmen zu unterrichten.
Für Hundebesitzerinnen und -besitzer bedeutet das: Sie müssen während der Schließung ausweichen. Alternativen für den Auslauf gibt es im Nordpark, im Nippeser Tälchen, in der Gegend Merheimer Straße/Eckewartstraße sowie im Grüngürtel, der sich nordwestlich von Fort X befindet.
Sobald die Sondierungsarbeiten beendet sind, will die Stadtverwaltung so rasch wie möglich mit der Neugestaltung des Parks starten. Zuerst sollen dabei auch Beschädigungen an den Grünanlagen und Pfaden repariert werden, damit die Sicherheit für die Besucher wieder gewährleistet ist. Die Modernisierung, die im Februar 2025 beschlossen wurde, wird in Etappen umgesetzt. Das gesamte Projekt soll bis spätestens Frühjahr 2027 fertiggestellt sein. (red)
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