Neues Erlebnis lässt Besucher durch die Kölner Trümmerwüste von 1945 fahren.
Nach dem Zweiten WeltkriegAlles in Trümmern: So habt ihr Köln noch nie gesehen
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Stell dir vor, du fährst mit einer Kutsche durch deine Stadt – und ringsum nur Schutt, Ratten und Ruinen. Kein Haus heil. Genau das erlebt man jetzt mitten in Köln!
Das neue VR-Erlebnis „Köln 1945“ von TimeRide am Alter Markt schickt seine Besucher und Besucherinnen per Virtual-Reality-Brille zurück in die zerbombte Domstadt.
Köln nach 1945 – mit Wolfgang Niedecken als Erzähler
25 Minuten lang geht's per Kutsche vom Neumarkt durch die Glockengasse, am Dom und Hauptbahnhof vorbei, über den Alter Markt bis zum Heumarkt.
Die Stimme von Wolfgang Niedecken führt durch das Grauen. Wohin man auch schaut: Trümmer, Stahlträger, Schuttberge. Kinder spielen in Ruinen, Plünderer durchsuchen zerstörte Häuser, Ratten huschen übers Pflaster.
Besonders gruselig: In Flashback-Momenten sieht man, wie Nazis an genau dieser Stelle Steine gegen die Synagoge in der Glockengasse werfen – während sie lichterloh brennt.
Am Ende der Fahrt: Blick von oben auf die Behelfsbrücke voller Menschen, das Rheinpanorama – und dazu Willi Ostermanns „Heimweh noh Kölle“, gesungen von den Bläck Fööss.
Das Erlebnis beginnt mit einem Dokumentarfilm mit echten Originalaufnahmen der Bombardierungen und des Alltags im Kriegsjahr 1945. Danach geht's in einen alten Straßenbahnwagen – VR-Brille auf, Kopfhörer rein, und los!
TimeRide-Gründer Jonas Rothe: „Köln 1945 ist ein Kapitel unserer Stadtgeschichte, das sich weder in Büchern noch in Filmen allein erfassen lässt. Mit dieser Experience setzen wir neue Maßstäbe, wie wir schwierige, aber zentrale Momente der Geschichte respektvoll und zugleich emotional nahbar machen können.“
Die Premiere war am 8. Mai – der 81. Jahrestag des Kriegsendes in Europa. Gezeigt wird „Köln 1945“ an ausgewählten Tagen bis zum 16. Juli.
Tickets: 21,90 Euro, ermäßigt 17,90 Euro. Geeignet ab 10 Jahren, auf Deutsch und Englisch. Vorabbuchung empfohlen, Restkarten an der Tageskasse. Infos: www.timeride.de/koeln (red)
