Bomben, TV-Premieren und ein Kaiser: Das war der 4. Juni
Köln als GeisterstadtGrößte Evakuierung seit 1945: 20.000 Kölner mussten raus

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Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind.
Ein Jahr ist es her! Am 4. Juni 2025 glich die Innenstadt von Köln einer verlassenen Kulisse. Die umfangreichste Räumungsaktion in der Stadtgeschichte nach 1945 fand statt. Über 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden dazu angehalten, ihre Heime zu verlassen.
Auslöser für diese gewaltige Operation war der Fund von drei amerikanischen Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg direkt am Rheinufer. Für die Einsatzkräfte bedeutete das einen riesigen Einsatz, für die betroffenen Menschen eine nervenaufreibende Geduldsprobe. Die erleichternde Meldung folgte erst in den Abendstunden: Die Entschärfung aller drei Sprengkörper war geglückt.
Amtsverzicht und Fernseh-Premieren
Aber der 4. Juni markiert noch weitere geschichtsträchtige Ereignisse. So reichte im Jahr 2021 der Erzbischof von München, Reinhard Kardinal Marx, bei Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch ein. Er begründete diesen Schritt damit, Mitverantwortung für „die Katastrophe des sexuellen Missbrauchs durch Amtsträger der Kirche“ zu übernehmen. Das Kirchenoberhaupt wies das Ansinnen jedoch zurück.
Ein weiterer denkwürdiger Moment der deutschen Fernsehgeschichte fand am 4. Juni 1961 statt. An diesem Tag feierte die „Sportschau“ ihre Premiere in der ARD. Zeitgleich startete auch das Politikmagazin „Panorama“, womit ein bedeutendes Kapitel der TV-Historie aufgeschlagen wurde.
Adelige, Bühnengrößen und ein Monarch
Mit diesem Datum sind auch prominente Namen verbunden, sei es durch Feierlichkeiten oder durch Gedenken. So vollendet Lilibet Mountbatten-Windsor (5), der zweite Nachwuchs von Prinz Harry und Meghan, heute ihr fünftes Lebensjahr. Ihren 60. Geburtstag begeht die weltberühmte italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli (60). Zudem hätte der Aktivist Alexej Nawalny, der 2024 in einem Straflager in Russland ums Leben kam, heute seinen 50. Geburtstag gefeiert.
Ein Sprung in die ferne Vergangenheit führt uns zum Todestag des finalen deutschen Monarchen. Wilhelm II., dessen Herrschaft von 1888 bis zu seinem Thronverzicht im Jahr 1918 dauerte, fand am 4. Juni 1941 in seinem niederländischen Exil den Tod. (dpa/red)
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