Beim Sommerfest der Film- und Medien-Stiftung NRW trafen sich viele Gesichter der Branche im Park-Café in Deutz. In den Gesprächen ging es nicht nur um Film und Fernsehen. Auch die WM wurde diskutiert.
Starrummel in KölnTV- und Filmbranche feiert – und diskutiert über Fußball-WM

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Moderator Jan Böhmermann hatte sich etwas zu warm für das Sommerfest der Film- und Medien-Stiftung NRW angezogen. Am Mittwochabend (17. Juni 2026) schwitzten die Gäste ordentlich im Park-Café.

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Jede zweite Sendeminute im deutschen Fernsehen wird in Nordrhein-Westfalen produziert. Vor allem Köln spielt als Medienhauptstadt dabei eine wichtige Rolle. Deshalb liegt es auf der Hand, dass sich die Film- und Fernsehbranche jährlich am Rhein zum Branchentreff versammelt.
Rund 800 Gäste feierten am Mittwochabend (17. Juni 2026) das diesjährige Sommerfest zum 35-jährigen Bestehen der Film- und Medien-Stiftung NRW. Zudem klinkte sich das Medienmagazin DWDL zum 25-Jährigen mit in die Party ein.
35 Jahre Film- und Medien-Stiftung NRW und 25 Jahre DWDL
Früher fanden die Sommerfeste immer in der Wolkenburg statt. Dieses Mal war das Park-Café in Deutz die Anlaufstelle für Film, Fernsehen, Medien, Kultur, Wirtschaft und Politik. „Ein Perspektivwechsel ist immer wichtig im Leben“, sagte Geschäftsführer Walid Nakschbandi. „Es gab Terminschwierigkeiten, deshalb sind wir jetzt hier. Das Fest ist ein Dank an alle Kreativen.“
Zur Begrüßung gab’s Pornstar Martini und Mini-Reibekuchen mit Lachs. Danach griffen viele zum kühlen Kölsch oder stellten sich an der Eistheke an. Auch die bunten Fächer waren bei der sommerlichen Wärme sehr begehrt. „Die Hitze macht mir schon zu schaffen“, gestand Schauspielerin Meltem Kaptan.
Moderator Jan Böhmermann hatte zwar Sonnenbrille und Käppi aufgesetzt, trug jedoch mehrere Oberteile. „Das ist der Zwiebellook. Kann gut sein, dass ich im Laufe des Abends noch Lagen ablege“, spaßte er. Mit Blick auf den Rheinpark, den Messeturm und den Dom, ließen es sich die Stars in der grünen Oase schmecken.
Schauspielerin Valerie Niehaus hielt die Eröffnungsrede zu einem „eskalativen Branchentreff“, wie sie vermutete. „Unsere Branche hat einen rührenden Umgang mit Veränderung. Wir sind eine resiliente Gemeinschaft. 60 Jahre Liebe für Geschichten, oder wie man neuerdings sagt, Content, sind hier zwischen Plattform-Debatten und KI-Innovationen versammelt“.

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Im Park-Café fand das diesjährige Sommerfest der Film- und Medien-Stiftung NRW sowie vom Medienmagazin DWDL statt. Schauspielerin Valerie Niehaus begrüßte die Gastgeber Walid Nakschbandi und Thomas Lückerath (r.).
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester feierte seine Premiere beim Sommerfest. „Die zahlreichen Produktionen sind prägend für Köln“, sagte er. „Der Standort schafft es, dass die Transformation in der Branche mit Innovation geschafft wird.“ WDR-Intendantin Katrin Vernau hob die Weltoffenheit Kölns hervor, die perfekter Humus für Kreativität sei.

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Schauspieler Christoph Maria Herbst war einer der prominentesten Gäste des Abends. Er war mit Ehefrau Gisi zum Fest gekommen.
In den Gesprächen ging es aber nicht nur um Sparzwänge und neue Allianzen in der TV- und Filmszene. Natürlich war auch die laufende Fußball-Weltmeisterschaft ein Thema. „Ich könnte zwar über vieles erbrechen, was da abgeht im Vorfeld des Turniers. Aber dafür können die Sportler nichts“, sagte Schauspieler Christoph-Maria Herbst zu EXPRESS.de.
„Langsam stellt sich die Begeisterung bei mir ein. Ich halte immer zu den Außenseitern wie den Kapverden, der Republik Kongo und Deutschland. Mein Tipp: Deutschland wird Dritter.“

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Schauspieler und Moderator Louis Klamroth tauschte sich über die ersten Begegnungen der Fußball-WM aus.
Das Halbfinale traut auch Moderator Louis Klamroth dem DFB-Team zu. „Ich finde, es ist eine sympathische Mannschaft, die mehr Potenzial hat, als man ihr vorher zugeschrieben hat.“ 2003 wurde er als 13-Jähriger durch den Kinofilm „Das Wunder von Bern“ bekannt. Der Schalke-Fan bezeichnet sich als ruhigen Vertreter beim WM-Konsum. „Ich diskutiere zwar mit Freunden, bin aber nicht der Typ, der was gegen den Fernseher wirft. Im Stadion werde ich schon etwas lauter.“

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Regisseur Sönke Wortmann (r.) zusammen mit Schauspieler Peter Kurth beim Empfang im Deutzer Park-Café.
Regisseur Sönke Wortmann freut sich als Fan von Fortuna Köln zwar über den Aufstieg des Südstadt-Klubs in die 3. Liga. Bei der WM fehlt ihm aber noch die Begeisterung. „Es gibt noch zu viele Nebengeräusche, die mir nicht gefallen. Daher bin ich bisher nicht im Fieber. Aber ich habe eine Vermutung: Die Mannschaft, die das Endspiel gewinnt, wird Weltmeister“, sagte er lachend zu EXPRESS.de.
Schauspielerin Annette Frier entpuppte sich als Fan des französischen Teams nach deren Auftaktspiel. „Ich war anfangs zwar skeptisch, aber vielleicht komme ich doch noch ins WM-Fieber. Deutschland kann gerne mit diesem Torverhältnis weitermachen. Ins Achtelfinale kommen sie sicher. Dann aber bitte nicht weinen, es ist nur Sport.“

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Schauspielerin Annette Frier hatte die passende Sonnenbrille zum Sommerfest mitgebracht. Bei den hohen Temperaturen kamen einige ganz schön ins Schwitzen.
Schauspieler Henning Baum hatte bisher noch gar keine Zeit, ein Spiel zu verfolgen. „Früher habe ich gerne mit meiner Mutter Fußball geschaut. Spiele zwischen Deutschland und England waren immer ein Ereignis mit ihr. Da hatte ich immer viel Spaß.“
Er empfiehlt der deutschen Mannschaft vor allem Kampfgeist, Willenskraft und Teamgeist. „Biss müssen die haben und dann angreifen und kämpfen. Am Ende müssen die Schienbeine blutig sein.“
