Viktoria Köln und Fortuna Köln lieferten sich beim Stadtduell im Finale des Mittelrheinpokals eine Hitzeschlacht über 120 Minuten. Die brachte Spieler und Fans an ihre Grenzen.
Sanitäter ständig im EinsatzHitze-Krimi bei Köln-Derby: Ordner greifen im Stadion ein

Copyright: IMAGO/Funke Foto Services
Die Fans von Fortuna Köln nach dem knapp verlorenen Derby im Finale des Mittelrheinpokals bei Viktoria Köln.

Aktualisiert:
Das Lokalduell im Mittelrheinpokal war am Samstag (23. Mai 2026) der krönende Saisonabschluss in Deutschlands Fußballhauptstadt Köln. Die Drittliga-Rückkehr der Fortuna nach sieben verflixten Regionalliga-Jahren bedeutet: Nur die Domstadt stellt in der kommenden Spielzeit drei Teams in den ersten drei Ligen.
Der Kampf um das DFB-Pokalticket ging im Sportpark Höhenberg nach torlosen 120 Minuten ins Elfmeterschießen, Viktoria Köln zeigte hier beim 6:5 knapp die besseren Nerven als Fortuna Köln. Die vorige Hitze-Schlacht brachte allerdings nicht nur die Spieler auf dem Rasen an ihre Grenzen.
Viktoria - Fortuna: Hitze-Schlacht im Pokal-Derby
8263 Fans waren im ausverkauften Stadion dabei, besonders der Fortuna-Anhang auf der Gegentribüne hatte am bislang heißesten Tag des Jahres in der prallen Sonne ordentlich zu kämpfen. Der Verein selbst schrieb vom „glühend heißen Sportpark“.
Erstmals kletterte das Thermometer in 2026 über die 30-Grad-Marke, nach teilweise über drei Stunden mit viel Sonne und wenig zu trinken blieb der eine oder andere Hitze-Kollaps in Höhenberg nicht aus.
Die Sanitäter waren mit zunehmender Spielzeit immer öfter gefordert und kümmerten sich um geschwächte Fans. Eine Maßnahme der Ordner sorgte dann für eine Entspannung der Lage.
Die Tore zum angrenzenden Waldstück der Merheimer Heide hinter dem Gästeblock wurden noch während des Spiels geöffnet, damit der Fortuna-Anhang sich zeitweise in den Schatten der Bäume flüchten konnte.
Den Spielern auf dem Rasen war die Belastung speziell in der Verlängerung deutlich anzumerken, immer wieder mussten Akteure wegen Krämpfen behandelt werden. Viktoria-Trainer Marian Wilhelm (37) verriet: „In der Verlängerung haben wir bei 30 Grad nicht mehr alles riskiert.“
Hamadi Al Ghaddioui (35) war nach der verlorenen Hitze-Schlacht zwar frustriert, richtete aber trotzdem noch anerkennende Worte an die nach Höhenberg gepilgerten Fortunen: „Die Kulisse war überragend, das war eine Heimspiel-Atmosphäre, schade auch für die Fans. Wir haben alles reingeworfen, wir können uns nichts vorwerfen. Nächstes Jahr kommen wir wieder.“
