Seit Anfang Juli wird bei „Umami Kebabkunst“ am Zülpicher Platz in Köln Döner verkauft. Oft stehen die Gäste Schlange – doch jetzt sorgt ein Video aus dem Restaurant für Aufruhr.
Gerade erst eröffnetVideo aus Kölner Döner-Laden sorgt für Aufruhr – Chef reagiert

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Auf Tiktok kursiert ein Video, das einen Mitarbeiter von „Umami Kebabkunst“ in Köln zeigt und für Aufruhr sorgt.

Gerade erst hat der Dönerladen am Zülpicher Platz geöffnet – da kursiert ein Video im Internet, das die Zustände in ein schlechtes Licht rückt.
„Umami Kebabkunst“ sorgt seit Anfang Juli regelmäßig für lange Schlangen, viele feiern das Essen als „besten Döner von ganz Deutschland“. Umami ist nicht nur die fünfte Geschmacksrichtung, sondern stammt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie „wohlschmeckend“ oder „köstlich“ – beim Anblick des Videos kommen vielen Betrachtern aber ganz andere Begriffe in den Sinn.
Umami Köln: Video aus Dönerladen sorgt für Aufruhr
Der kurze Clip, der auf Tiktok veröffentlicht wurde, zeigt, wie ein Mitarbeiter einen neuen Dönerspieß für die Zubereitung vorbereitet. Dabei liegt der Spieß auf dem Boden, der Mann beugt sich darüber, um die Plastikfolie von dem eisgekühlten Fleisch zu entfernen.
„Muss man das auf dem Boden zwischen seinen Straßenschuhen machen?“, fragt aliayman7524, auf dessen Profil das Video veröffentlicht wurde, provokant. Den Angaben im Clip zufolge ereignete sich die Szene am Freitag (31. Juli) um 15.15 Uhr.
In den Kommentaren bildeten sich schnell zwei Lager. Während die einen weiter auf den Umami-Döner schwörten und darauf hinwiesen, dass ja nur die Folie auf dem Boden gelegen habe, finden andere die Szene „ekelhaft“.
Die zahlreichen Likes und Kommentare sorgten auch dafür, dass das Video beim Umami-Chef „Matze Abi“ landete. Der gönnt sich zwar gerade eine Auszeit mit der Familie, nahm aber trotzdem direkt Stellung.
Umami-Chef nimmt Stellung zu Video aus Dönerladen
„Da will man mal ein paar Tage Urlaub machen mit der Familie und dann kommt so ein Video, in dem man sieht, wie ein neuer Mitarbeiter mit dem Fleisch auf dem Boden kämpft“, beginnt er.
Weiter erklärt Matthias Schöberl, wie der Umami-Chef eigentlich heißt, dass es gar nicht die Aufgabe des Mitarbeiters gewesen sei, das Fleisch vorzubereiten. Das werde immer zu zweit und in der Vorbereitungsküche gemacht. „Nachdem wir ihn zur Rede gestellt haben, was das soll, einen 60-Kilo-Spieß alleine zu tragen und vorzubereiten, hat er einfach nur gesagt, dass die Zeit bis zur Eröffnung knapp wurde und er einfach nur helfen wolle.“
Das Folienargument einiger Nutzer wollte der Döner-Boss nicht gelten lassen. „Genau, das stimmt, aber das entspricht nicht unseren Qualitätsstandards. Und das ist nicht richtig so. Wir haben natürlich unseren Mitarbeiter aufgeklärt und geben ihm noch eine Chance. Seid nicht zu hart zu ihm. Fehler passieren, sollten nicht, ist aber passiert.“
Für den offenen und selbstkritischen Umgang mit der Situation bekommt Schöberl viel Lob und Zuspruch.
Trotzdem ist es möglich, dass das Gesundheitsamt der Stadt Köln bald in seinem Laden vorbeischaut, in den Kommentaren wurden auch Screenshots von eingereichten Beschwerden gepostet. Sollte es also tatsächlich hygienische Mängel geben, würden diese zeitnah bekanntgemacht. Grundsätzlich gilt aber, dass das Gesundheitsamt die Räumlichkeiten neuer Restaurants auf Sauberkeit und Hygiene prüft.
