Abo

+++ EILMELDUNG +++ Lungentransplantation! Mette-Marit „lebensbedrohlich erkrankt“

+++ EILMELDUNG +++ Lungentransplantation! Mette-Marit „lebensbedrohlich erkrankt“

Kurz vor WM-StartBesonderes Fußball-Turnier in Köln – aber ohne Sieger

Organisator Gökhan Erdek mit dem FC-Maskottchen

Copyright: privat

Organisator Gökhan Erdek mit dem FC-Maskottchen

52 Teams aus sechs Nationen: Der Kick2gether Euro Cup 2026 war mehr als ein Turnier. Er war ein Versprechen.

Es sind die Bilder, die bleiben. Strahlende Gesichter, Umarmungen zwischen Menschen, die sich vor wenigen Tagen noch nicht kannten.

Auf dem Gelände von Fortuna Köln erlebten am 30. Mai Hunderte Spieler ein Wochenende, das viele von ihnen so schnell nicht vergessen werden.

52 Teams in Köln: auch aus Belgien, Polen und der Türkei

Der Kick2gether Euro Cup 2026 – die zweite Auflage des internationalen Inklusionsfußballturniers – hat gehalten, was er versprochen hat: ein Fest für alle.

52 Teams aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Polen und der Türkei reisten nach Köln, um gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Menschen mit und ohne Behinderung, Seite an Seite.

Bereits die Eröffnungszeremonie ließ kaum jemanden kalt. Eine spektakuläre Colorwall verwandelte den Himmel über dem Stadiongelände in ein leuchtendes Symbol für das, worum es an diesem Wochenende gehen sollte: Vielfalt, Respekt, Zusammenhalt.

Einen Gesamtsieger gab es bewusst nicht. „Erlebnis vor Ergebnis“, lautete das Motto des Turniers – und es ist mehr als ein Slogan. Es ist eine Haltung.

Bei der Eröffnungszeremonie gab es eine spektakuläre Colorwall.

Copyright: privat

Bei der Eröffnungszeremonie gab es eine spektakuläre Colorwall.

„Der Kick2gether Euro Cup zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen zusammenkommen und Barrieren überwinden. Hier entstehen Erinnerungen fürs Leben. Unser Ziel ist es, Inklusion sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung die Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen“, sagt Initiator Gökhan Erdek.

Alle Teams wurden für ihre Leistungen und ihren Beitrag zu einem unvergesslichen Turnierwochenende gewürdigt – nicht mit einem Pokal für den Besten, sondern mit Anerkennung für jeden Einzelnen.

Die Idee zum Kick2gether Euro Cup entstand 2024 – mitten in der Euphorie der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Erdek stellte sich damals die Frage: Warum gibt es kein vergleichbares internationales Turnier für Menschen mit Behinderung?

Erdek weiß, wovon er spricht. Bereits 2016 gründete er eines der größten inklusiven Fußballteams Deutschlands. Aus dieser Erfahrung heraus entstand der Euro Cup – und nach der erfolgreichen Premiere hat sich das Turnier als wiederkehrendes internationales Inklusionssportfest etabliert. Künftig soll es alle zwei Jahre stattfinden, jeweils angelehnt an die großen Fußballturniere wie EM oder WM.

52 Teams aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Polen und der Türkei nahmen in Köln an dem Turnier teil.

Copyright: privat

52 Teams aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz, Polen und der Türkei nahmen in Köln an dem Turnier teil.

„Wir wollten eine Plattform schaffen, auf der Menschen mit Behinderung dieselbe Aufmerksamkeit, Begeisterung und internationale Gemeinschaft erleben können, die große Fußballturniere auszeichnen. Dass heute Teams aus mehreren Nationen zusammenkommen, zeigt, wie wichtig und richtig dieser Gedanke war“, sagt Erdek.

Neben den Spielen bot das Turnier ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: musikalische Live-Auftritte, Begegnungen mit prominenten Gästen, Workshops und Talks darüber, wie Inklusion im Sport gelingen kann. Ein „Festival der Vielfalt“ – mit Musik, Kulinarik und echten Begegnungen.

Veranstaltet wurde der Kick2gether Euro Cup von ZosammeLevve e.V., einem Verein, der sich für Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit einsetzt.

Blick in den Innenraum des Kölner Doms: Der Besuch kostet künftig Eintritt.
Gastkommentar zum Kölner Dom
Für Heimat zahlt man keinen Eintritt