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+++ EILMELDUNG +++ Schockierende Hitze-Bilanz 120 Tote in Köln – „deutlich mehr zu tun“ für Bestatter

+++ EILMELDUNG +++ Schockierende Hitze-Bilanz 120 Tote in Köln – „deutlich mehr zu tun“ für Bestatter

Schockierende Hitze-Bilanz120 Tote in Köln – „deutlich mehr zu tun“ für Bestatter

Krankenhaus in Köln-Merheim: Hier wurde eine zusätzliche Aufnahmestation für Hitze-Patienten errichtet.

Copyright: Costa Belibasakis

Krankenhaus in Köln-Merheim: Hier wurde eine zusätzliche Aufnahmestation für Hitze-Patienten errichtet.

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Die Polizei hat am Montagmittag eine erschreckende Bilanz nach dem Hitze-Wochenende gezogen: Rund 120 Menschen starben in Köln an einem einzigen Wochenende – offenbar wegen der Hitze.

Es ist eine erschreckende Bilanz nach dem Hitze-Wochenende in Köln.

Rund 120 ungeklärte Todesfälle im Kölner Einsatzgebiet, allein zwischen Freitag und Sonntag. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Montagmittag auf EXPRESS.de-Nachfrage.

Polizei meldet rund 120 ungeklärte Todesfälle am Wochenende

„Drei- bis viermal so viele wie an einem normalen Wochenende“, teilt die Polizei mit. Die Zahlen sind erschütternd – und sie treffen nicht nur die, die man vielleicht erwartet hätte.

Denn unter den Opfern befanden sich laut Polizei nicht nur ältere Menschen. Zu den genauen Todesursachen konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Eventuelle Badeunfälle mit Todesfolge würden ebenfalls mit in die Statistik einfließen.

Für alle Einsatzkräfte – auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Klinikpersonal – war es ein Wochenende am absoluten Limit.

Es sei eine sehr belastende Situation für die Beamtinnen und Beamten gewesen, so der Polizeisprecher.

Auch die Kölner Kliniken hatten am Wochenende Alarm geschlagen. An den drei Standorten in Merheim, Holweide und im Kinderkrankenhaus herrschte seit Freitagabend Hitze-Ausnahmezustand, bestätigte Kliniken-Sprecher René Hartmann am Sonntag. Am Samstag musste zusätzliches Personal sogar aus dem freien Wochenende geholt werden.

In Merheim wurden Hitze-Patienten noch auf dem Klinikgelände abgeduscht und mit Eis heruntergekühlt, bevor sie überhaupt die Notaufnahme erreichten.

Die Wucht des Wochenendes spürt auch der Kölner Bestatter Christoph Kuckelkorn: „Die Anzahl der Sterbefälle lag am Wochenende deutlich über dem Durchschnitt. Vor allem die vielen Freigaben aufgrund ungeklärter Todesursachen bereiten uns viel Mehrarbeit. Unsere Mitarbeiter helfen den Familien in dieser schwierigen Zeit und gehen dabei weit über den normalen Einsatz hinaus.“

Ähnlich äußert sich David Roth, Inhaber des Bestattungshauses Klemmer-Roth in der Kölner Südstadt: Es habe wesentlich mehr Sterbefälle und Transporte von Verstorbenen gegeben.

Die Stadt hatte die Lage bereits am Samstagabend so ernst genommen, dass an der Messe in Deutz ein Notlazarett eingerichtet wurde. Sogar KVB-Busse brachten Patienten dorthin, die keine Versorgung während der Fahrt im Krankenwagen benötigten.

Nächste Hitze-Welle im Anmarsch

Derweil bahnt sich die nächste Hitze-Welle an. Der Meteorologe Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung blickt mit Sorge auf die Vorhersagen. Nach einer kurzen Abkühlung sollen demnach ab dem 8. Juli wieder extreme Temperaturen folgen.

Auch andere Fachleute wie Robert Boni schlagen Alarm. Sie warnen vor einem zweiten „Heat Dome“, der womöglich länger andauert und noch höhere Temperaturen bringt als die jetzige Hitze-Welle. Zudem stehen uns erneut Tropennächte bevor.

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