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Update

Großbrand in HürtgenwaldSo kämpfen die Einsatzkräfte in der Nacht gegen das Feuer

Aktualisiert:

Bei Hürtgenwald (Kreis Düren) brennt der Wald. Ein Ortsteil wurde evakuiert. Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und die Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen. 

In der Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) wütet ein Waldbrand! Und es wird immer dramatischer: Inzwischen brennen mehr als 300 Hektar, der kleine Ortsteil Gey wurde evakuiert.

Zahlreiche Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen unermüdlich mit.

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Unterstützung aus ganz NRW: Auch die Feuerwehr Köln ist bei dem Großbrand in Hürtgenwald vor Ort.

Einsatzkräfte in Hürtgenwald

Polizei aktiviert Hinweisportal – Warnung auch für Köln

Der aktuelle Stand im Kurz-Überblick:

  1. Feuer: Seit der Nacht auf Freitag brennen rund 300 Hektar Wald in Hürtgenwald – das entspricht etwa 420 Fußballfeldern. Ein kontrolliertes Gegenfeuer am Ortsrand von Gey soll eine weitere Ausbreitung verhindern. Die Lage ist auch am Abend noch nicht unter Kontrolle, auch wenn es eine leichte Tendenz zu einer stabilen Lage gibt.
  2. Evakuierung: Knapp 2000 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen im Ortsteil Gey verlassen. Sie fanden Unterkunft bei Familie, Freunden und in Notunterkünften. Das Feuer ist 150 bis 200 Meter von der Siedlung entfernt. Der benachbarte Ortsteil Großhau wurde zunächst nicht evakuiert.
  3. Verletzte: Am Abend war von fünf Verletzten die Rede. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt.
  4. Einsatzkräfte: Technisches Hilfswerk, Malteser, DRK und die Bundeswehr unterstützen die Feuerwehren vor Ort. Auch Forst- und Landwirte unterstützen. Alle zwölf Stunden machten sich rund 500 Feuerwehrleute aus NRW auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet.
  5. Munitionsbelastung: Das Gelände um Hürtgenwald ist durch Weltkriegsmunition belastet. Bis heute werden in der Region Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
  6. Wetter: Temperaturen von mehr als 30 Grad und starke, wechselnde Winde erschweren den Einsatz.

Wir halten euch auf dem Laufenden:

  1. 23.08 Uhr: Hunderte Feuerwehrkräfte kämpfen auch in der Nacht weiter gegen den großen Waldbrand. Die Feuerwehr stelle sich auf einen tagelangen Einsatz ein, sagte der Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, Peter Berndgen, der dpa. Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlagen nach seinen Angaben auch in der Nacht Schneisen im Bereich der evakuierten Ortschaft Gey. Damit soll ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindert werden. In besonders gefährdeten Bereichen sei der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt worden. Viele zusätzliche Löschzüge würden in diese Bereiche geführt. Auch Wege seien erweitert und Gegenfeuer gelegt worden. Die Hoffnung sei, über Nacht die Situation stabil zu halten. „Im Moment würde ich sagen, gibt es so eine leichte Tendenz zu einer statischen, heißt also einer stabilen Lage, was uns natürlich sehr freut“, sagte der Sprecher.
  2. 22.46 Uhr: Mittlerweile ist es dunkel geworden. Laut Bürgermeister Stephan Cranen ist die Lage grundsätzlich unverändert, der Wind und das Wetter seien weiterhin entscheidende Faktoren. Die Löschhubschrauber waren bis 22 Uhr im Einsatz. „Die Nacht wird entscheidend“, so Cranen gegenüber der „Aachener Zeitung“.
  3. 22.03 Uhr: Löschhubschrauber bekämpfen das Feuer aus der Luft, Wasserwerfer der Polizei sollen das Feuer von der Seite aus eindämmen. Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2.000 Liter Löschwasser abgelassen werden.
  4. 21.15 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bilder der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen als „verheerend“ bezeichnet und den Einsatz der Helfer gewürdigt. „Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung.“ Dobrindt dankte allen Einsatzkräften für ihren „großen und engagierten Einsatz“.
Fahrer von Traktoren warten in Hürtgenwald-Kleinhau auf die Befüllung ihrer Fässer mit Wasser, um damit die Feuerwehr beim Löschen des Waldbrands im Hürtgenwalds zu unterstützen.

Copyright: Harald Tittel/dpa

Fahrer von Traktoren warten in Hürtgenwald-Kleinhau auf die Befüllung ihrer Fässer mit Wasser, um damit die Feuerwehr beim Löschen des Waldbrands im Hürtgenwalds zu unterstützen.

  1. 20.40 Uhr: Rund 200 frische Einsatzkräfte sind am Abend im Hürtgenwald eingetroffen, um Feuerwehrleute im Waldbrandgebiet nach einem 24-Stunden-Einsatz abzulösen. Insgesamt 46 Fahrzeuge von Einheiten aus Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Oberbergischen Kreis hätten sich auf den Weg gemacht, teilte die Lagedienstführung der Feuerwehr Leverkusen mit. Auch Kräfte von Hilfsorganisationen unterstützen die Feuerwehren. Die Bereitschaftskräfte sollen bis Samstagmorgen vor Ort eingesetzt werden. Auch Feuerwehren aus Coesfeld und Gelsenkirchen wurden mit insgesamt 37 Fahrzeugen und 165 Einsatzkräften zur Unterstützung in das Waldbrandgebiet verlegt.
  2. 20.18 Uhr: Florian Maul lebt schon sein ganzes Leben in Gey. Um halb vier wurde er am Freitagmorgen wie andere Anwohner der mittlerweile evakuierten Ortschaft von der Feuerwehr aus dem Schlaf gerissen. „Ich glaube, die sagten, wir sollten in 10 bis 15 Minuten raus sein“, schildert er gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, wie er die Evakuierung erlebt hat.
  3. 19.37 Uhr: Einsatzleiter Wilfried Thelen erklärt das Feuer: „Es ist beides, eine Mischung aus Bodenfeuern und Gipfelfeuern, die sich immer wieder ausbreitet oder dann auch immer wieder in den Boden hineinläuft oder das Feuer unter den Boden weiterkriecht und wegläuft. Die spontanen Helfer sind ein Gamechanger bei diesem Einsatz. Gerade die Landwirte oder die Forstwirte. All diese Helfer, die spontan helfen mit ihren Maschinen, mit ihren Grubbern, mit ihren Ackergeräten, die helfen uns ungemein. Die Herausforderung, die wir im Moment haben, oder die Vorbereitung, die wir im Moment treffen, ist die, dass bei Dunkelheit die Helikopter nicht mehr fliegen können. Wir bereiten uns jetzt schon logistisch und personell darauf vor, Vorkehrungen zu treffen, damit wir dann das Feuer zumindest abschirmen können, damit wir ein weiteres Ausbreiten verhindern können.“
  4. 19.21 Uhr: Wie Landrat Ralf Nolten am frühen Abend bestätigte, hat es bislang fünf Verletzte gegeben. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte Nolten. Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme.
  5. 19.13 Uhr: Nach Angaben von Landrat Ralf Nolten sind zurzeit etwa 400 Kräfte unterwegs. „Je nachdem, wie sich die Wetterlage entwickelt, wie der Wind sich entwickelt, werden wir dann an den unterschiedlichen Fronten auch in der Nacht heute angreifen. Das bedeutet auch, Gey ist im Augenblick aus unserer Sicht sicher, solange eben kein entsprechender Windwechsel, kein starker Wind aufkommt. Und das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, warum wir im Augenblick bei der Räumung bleiben.“
  6. 19:01 Uhr: Einsatzleiter Wilfried Thelen, stellvertretender Kreisbrandmeister, sagte am Abend dieser Zeitung: „Die Ortslage Gey ist evakuiert worden. Und aus Sicherheitsgründen werden wir diese in dieser Nacht auch nicht wieder beziehen lassen. Wir haben jetzt gerade unseren Bereitstellungsraum auflösen müssen, weil auch der durch die sich ändernde Wetterlage in Gefahr gerät. Das heißt, wir sortieren uns neu, sortieren die Kräfte neu und planen dann das weitere Vorgehen. Wir haben den Kräfteeinsatz bis Montagmorgen um sieben grob geplant und bewerten dann die Lage neu und müssen dann eventuell neue Kräfte anfordern.“
Einwohner des Ortsteils Straß beobachten die Entwicklung des Brandes aus der Ferne.

Copyright: Costa Belibasakis

Einwohner des Ortsteils Straß beobachten die Entwicklung des Brandes aus der Ferne.

  1. 18.47 Uhr: Am frühen Abend befand sich das Feuer nach Angaben des Kreises Düren immer noch 150 bis 200 Meter von Gey entfernt. Die Anwohner aus Gey könnten in der Nacht nicht in ihre Häuser zurückkehren, teilte der Kreis mit. Sie sollten die Anlaufstelle aufsuchen oder bei Verwandten, Bekannten oder Freunden unterkommen.
  2. 18.11 Uhr: NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hat sich bestürzt über das Ausmaß des Waldbrandes im Hürtgenwald geäußert. „Ich komme ja aus der Region hier, bin hier aufgewachsen und kenne diesen Wald. Und das ist schon bitter, wenn man das hier sieht, was der Brand alles weggefressen hat in einer Dimension, wie ich das nie mir hätte vorstellen können“, sagte Krischer.
  3. 18 Uhr: Nach Einschätzung des Waldbrandexperten Ulrich Cimolino ist Deutschland nur bedingt auf größere Vegetationsbrände vorbereitet. Eine Stärke sei das flächendeckende Feuerwehrsystem. „Wir schaffen es, sehr viele Feuer klein zu halten, weil wir Feuerwehr in der Fläche haben“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Waldbrand im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) der Deutschen Presse-Agentur. Schwierig werde es bei dynamischen Lagen: Kämen etwa Wind als treibender Faktor und die Topographie zusammen, könnten Brände schnell eskalieren. Vegetationsbrände seien anders als andere Brände, dafür brauche es geschulte Einsatzkräfte. Defizite sieht der Experte vor allem bei der Ausbildung. Es gebe keine nennenswerten zentralen Aus- und Fortbildungsstätten, die Taktik und Technik weiterentwickelten.
  1. 17.31 Uhr: Die Ursache des Waldbrandes ist bislang nicht bekannt. Auch aus diesem Grund hat die Polizei Köln inzwischen ein Hinweisportal freigeschaltet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Brandbekämpfung.
  2. 16.51 Uhr: Eine Entspannung im Kampf gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland, die ist nicht in Sicht. Dürens Landrat Ralf Nolten (CDU) ging nach eigenen Angaben von einem längeren Einsatz aus. „Wir sind noch lange nicht durch“, sagte er vor Ort.
  3. 15.49 Uhr: Die Lage ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Die Lage ist dynamisch, da sich Wind dreht“, hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung. Wie eine Sprecherin des Landkreises Düren an Nachmittag sagte, konzentrierten sich die Einsatzkräfte aktuell weiterhin darauf, ein Übergreifen der Flammen auf den in der Nacht geräumten Ortsteil Gey zu verhindern. „Das ist jetzt das, worauf sich alle konzentrieren“, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
  4. 15.46 Uhr: Die Rauchschwaden sind weithin zu sehen. Auch bei der Reit-WM in Aachen blicken Zuschauer und Zuschauerinnen besorgt in den Himmel.
  5. 15.28 Uhr: Der Fliegerhorst Nörvenich unterstützt bei der Brandbekämpfung. Hubschrauber können dort tanken. Zudem wird vom taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ zusätzliches Personal für den Flugbetrieb eingesetzt.
  6. 14.21 Uhr: Friedrich Merz (CDU) dankt den Einsatzkräften via X. Der Bundeskanzler teilte mit, dass er über die Entwicklung laufend unterrichtet werde. „Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz“, schrieb Merz.
  1. 13.34 Uhr: Am Waldrand wird eine zweite Schneise gebaggert. Im Wald auflodernde Flammen werden von den Löschhubschraubern direkt gelöscht.
  2. 13.24 Uhr: Die Feuerwehr hat ein kontrolliertes Gegenfeuer am Ortsrand von Gey gezündet, berichtet die „Aachener Zeitung“. So soll dem Feuer die Nahrung entzogen und die Ausbreitung des Waldbrandes gestoppt werden.
Am Straßenrand legen Einsatzkräfte ein sogenanntes Gegenfeuer und setzen Vegetation kontrolliert in Brand. So soll dem eigentlichen Feuer die Nahrung entzogen werden, wenn es die Stelle erreicht.

Copyright: Costa Belibasakis

Am Straßenrand legen Einsatzkräfte ein sogenanntes Gegenfeuer und setzen Vegetation kontrolliert in Brand. So soll dem eigentlichen Feuer die Nahrung entzogen werden, wenn es die Stelle erreicht.

  1. 12.51 Uhr: Ein gerade erst in Dienst gestelltes Spezialfahrzeug des Landesbetriebs Wald und Holz, der sogenannte „Fire Fighter“, ist zur Unterstützung angerückt.
  2. 12.41 Uhr: Der Dürener Reiterverein und umliegende Vereine und Höfe mit ehrenamtlichen Helfern unterstützen beim evakuieren gefährdeter Pferde.
  3. 12.38 Uhr: Laut Landrat Ralf Nolten (CDU) ist das Feuer näher an den Ortsteil Gey gerutscht. Eine Kreissprecherin spricht von rund 150 bis 200 Metern. Solange die Flammen nicht in die Baumkronen schlagen, seien die Meterangaben allerdings noch nicht entscheidend, so Nolten. Löschzüge würden versuchen, „den nassen Riegel vorzuschieben“.
  4. 12.37 Uhr: Jetzt erreicht der Brandrauch auch das Bonner Stadtgebiet! Die WarnApp Nina wurde entsprechend ausgelöst. Bonn liegt rund 70 Kilometer von Hürtgenwald entfernt.
  5. 12.30 Uhr: Experten aus ganz Deutschland sind inzwischen vor Ort und beraten, wie das Feuer gestoppt werden kann.
  6. 12.29 Uhr: Die Feuerwehr befürchtet, dass die Flammen in Kürze am Ortsrand von Grey durch den Wald brechen könnten. Die dort liegenden, verdörrten Felder sollen jetzt gegrubbert werden. Dabei wird der Boden umgepflügt, damit sich die Felder nicht entzünden.
Ein Hubschrauber ist vor einer Rauchwand in der Luft, auf dem Boden stehen zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.

Copyright: AFP

Einsatz in Hürtgenwald: Unzählige Kräfte sind vor Ort.

  1. 12.09 Uhr: Der Brandrauch zieht immer weitere Kreise. Die WarnApp „Nina“ wurde zunächst für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ausgelöst, inzwischen gilt es für den gesamten Kreis. Es wird vor Geruchtsbelästigung und Rauchniederschlag gewarnt und empfohlen, Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Auch Teilgebiete des Kreises Euskirchen sowie Erftstadt sind betroffen.
  2. 12 Uhr: Der Kreis Düren hat für Spontanhilfe ein Formular auf seiner Webseite eingerichtet. Wer Hilfe sucht oder Hilfe anbietet, kann sich registrieren. Alle Angebote werden dort gebündelt und koordiniert.
  3. 11.49 Uhr: Die Feuerwehr Köln hat inzwischen rund 70 Kräfte und 18 Fahrzeuge an die Einsatzstelle entsandt. Darunter auch eine Drohne sowie geländefähige Erkundungsfahrzeuge (Grenadiere), die erstmals im Einsatz sind.
  4. 11.35 Uhr: Wasserwerfer sind im Einsatz, um das Feuer von der Seite einzudämmen.
  5. 11.33 Uhr: Die Stadt Düren fordert die Bewohner im südwestlichen Stadtteil auf, geschlossene Räume aufzusuchen. Es kommt zu Rauchgeruch und Rauchniederschlag, gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.
  6. 11.32 Uhr: Die Feuerwalze steht offenbar kurz vor dem Ortsteil Gey. Laut „Bild“ sind es nur noch zehn Meter bis zu den verlassenen Häusern.
  7. 11.31 Uhr: Laut der Stadt Düren sind aktuell keine weiteren Maßnahmen, insbesondere Evakuierungen, vorgesehen.
  8. 11.26 Uhr: Weltkriegsmunition erschwert die Löscharbeiten. Im 2. Weltkrieg war der Hürtgenwald Schauplatz schwerer Kämpfe. „Das Gelände ist doch sehr schwierig, und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken“, sagte Ralf Nolten, Landrat des Kreises Düren. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. „Wir haben auch die Schläge gehört.“
  9. 10.59 Uhr: Der Kreis Düren hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Wer Unterstützung benötigt, kann sich für Hilfsangebote und/oder Auskünfte an den Kreis Düren wenden: 02429 3090.
  10. 10.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst dankt allen Einsatzkräften. Auf X schreibt er: „Unser Land hält zusammen.“
  1. 10.27 Uhr: Die Feuerwehr spricht inzwischen von einem „Red Flag Day“. Grund sind die wechselnden Winde und die niedrige Luftfeuchtigkeit. Laut „WDR“ wurden weitere 150 Feuerwehrleute wurden – zusätzlich zu den aktuellen 200 – angefordert.
  2. 10.13 Uhr: Löschhubschrauber holen Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. Landwirte helfen und besorgen Wasser. Auch Forstarbeiter sind im Brandeinsatz.
  3. 10.12 Uhr: Die Notunterkünfte in der Grundschule Straß und dem Sport- und Schützenheim, die für Betroffene eingerichtet worden waren, müssen jetzt ebenfalls wegen des Ascheregens evakuiert und nach Düren verlegt werden. Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, sind erste Busse vor Ort eingetroffen.
  4. 10.11 Uhr: Auf der A4 sind die Ausfahrten Düren und Langerwehe ab sofort gesperrt. Die Ausfahrten würden als Rettungszufahrten für Einsatzkräfte benötigt, so die Autobahn GmbH. Die Auffahrten an beiden Anschlussstellen sind aber frei.
  5. 9.52 Uhr: Die Flammen sind nur noch 200 Meter vom evakuierten Ortsteil Gey entfernt .
  6. 9.48 Uhr: Vier NRW-Wasserwerfer mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen sind auf dem Weg zum Einsatzort. Außerdem zwei NRW-Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehältern, sogenannten Bambi Buckets.
  7. 9.46 Uhr: Für Verkehrs- und Absperrmaßnahmen stehen zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei unter der Abteilungsführung der Kölner Polizei zur Verfügung.
  8. 9.29 Uhr: Die Feuerwehr holt größere Hubschrauber der Bundespolizei mit mehr Traglast. Wehrsprecher Peter Berndgen: „Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser.“
  9. 8.28 Uhr: Wie der Kreis Düren aktuell bekannt gibt, stehen im Hürtgenwald inzwischen rund 300 Hektar in Flammen. Das entspricht etwa 420 Fußballfelder. Ein Krisenstab ist einberufen worden. Landrat Ralf Nolten, Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar und Bürgermeister Stephan Cranen sind seit der Nacht vor Ort.
  10. 8 Uhr: Die Evakuierung des kleinen Ortsteils Gey ist abgeschlossen.
  11. 7.42 Uhr: Pionierpanzer der Bundeswehr rücken an, um die Wege für die Einsatzkräfte im Wald freizuräumen. Schneisen wurden gezogen und sollen die Ausbreitung des Feuers eindämmen.
Zwei Räumungspanzer der Bundeswehr stehen auf einer Wiese.

Copyright: Thomas Banneyer/dpa

Räumungspanzer der Bundeswehr stehen in Hürtgenwald bereit.

  1. 7.35 Uhr: Drei Löschhubschrauber sind im Einsatz.
  2. 6.07 Uhr: „Wir sind mit Fahrzeugen und 65 Kräften im Einsatz“, erklärt ein Sprecher der Kölner Feuerwehr gegenüber EXPRESS.de. Ein Einsatzstab der Polizei Köln koordiniert die polizeilichen Maßnahmen.
  3. 4 Uhr: Die Gemeinde Hürtgenwald ordnet die sofortige Evakuierung des Ortsteils Gey an – rund 1800 Menschen sind betroffen. Die Flammen bewegen sich auf Gey zu. Der Appell: „Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit!“ In der Grundschule Straß und dem Sport- und Schützenheim wurde eine Notunterkunft eingerichtet.
  4. 22 Uhr: Es brennen rund 25 Hektor eines Waldgebietes bei Hürtgenwald (Kreis Düren) in der Nähe der Ortsteile Großhau und Gey. Die Gemeinde rief eine Großschadenslage aus, die B399 wird gesperrt.
Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht am Freitagmorgen (14. August 2026) über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).

Bereits am Donnerstagnachmittag bat der Kreis Düren um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Das EU-Waldbrandmodul, das durch mehrere NRW-Feuerwehren getragen wurde, wurde in die Gemeinde Hürtgenwald beordert. Bei diesem Einsatz besteht das Modul aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften von den Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen. Die Kräfte sind speziell für den Einsatz zur Vegetationsbrandbekämpfung geschult und waren bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz.

Am späten Donnerstagabend hatte die Gemeinde Hürtgenwald die Großschadenslage ausgerufen. In der Nähe von Großhau und Gey brannte zu dem Zeitpunkt ein Waldgebiet von rund 25 Hektar. Ein Übergreifen der Flammen auf die Orte könne nicht vollständig ausgeschlossen werden, hieß es. (iri/mit dpa)

Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald steigt hinter der Kirche des Ortsteils Gey auf.
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